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Zweimal 14 Jahre Haft nach Feuertod einer Schwangeren

Prozesse Zweimal 14 Jahre Haft nach Feuertod einer Schwangeren

Eine junge Frau wird mit Benzin übergossen und verbrannt. Ihr ungeborenes Kind erstickt. Nun ist das Urteil gegen zwei 20 Jahre alte Männer verkündet.

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Daniel M. (vorne) und Eren S. (links im Hintergrund) sind wegen Mordes an einer Schwangeren zu jeweils 14 Jahren Haft verurteilt worden.

Quelle: Paul Zinken/Archiv

Berlin (dpa) – Als Mörder der hochschwangeren Maria aus Berlin sind zwei junge Männer zu jeweils 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die 20-Jährigen hätten den grausamen Feuertod der Frau gemeinsam geplant und durchgeführt.

Dies - und die besondere Schwere der Schuld - stellte das Landgericht fest. Die 19-Jährige verbrannte bei lebendigem Leib, ihr ungeborenes Kind erstickte qualvoll.

Einer der Verurteilten ist der Vater des Babys. "Für ihn war die Tat eine Problemlösung, er wollte ein freies, freudiges, selbstbestimmtes Leben führen", sagte Richterin Regina Alex. Er habe Maria perfide getäuscht und ihre Liebe zu ihm ausgenutzt, um sie in den Hinterhalt zu locken. Der zweite Angeklagte, ein vorbestrafter ehemaliger Mitschüler des Kindsvaters, habe sich "allein aus Freude an der Vernichtung eines Menschenlebens" an dem Verbrechen beteiligt.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf jeweils 15 Jahre Haft und damit auf die Höchststrafe nach dem Jugendstrafrecht plädiert. Warum das Gericht diesen Rahmen nicht ganz ausschöpfte, blieb in der mündlichen Urteilsbegründung offen. Die Verteidiger, die Freispruch verlangt hatten, kündigten bereits Revision an.

Nebenklage-Anwalt Roland Weber nannte die Entscheidung "hart, gerecht und angemessen". Ein Bruder von Maria sagte: "Wir hoffen, dass unsere Familie endlich zur Ruhe kommt."

Maria war im achten Monat schwanger gewesen und hatte sich auf ihr Baby gefreut. Am 22. Januar 2015 hat sich laut Urteil der Kindsvater überraschend bei ihr gemeldet. Der damals 19-Jährige habe sich nach längerer Funkstille erneut das Vertrauen der Frau erschleichen wollen. Er habe per Handy-Nachrichten vorgegaukelt, er wolle mit ihr Babysachen kaufen. Nachdem er sie stundenlang warten ließ, sei sie am Abend in ein Auto gestiegen, das die Angeklagten geliehen hatten.

Das Verbrechen löste bundesweit für Entsetzen aus. Maria sei in einen einsamen Wald im Stadtteil Adlershof gelockt, durch Stiche mit einem Brotmesser verletzt, mit Benzin übergossen und angezündet worden, sagte die Richterin. Es sei nach Überzeugung des Gerichts der Kindsvater gewesen, der Maria in Brand steckte. "Sie war noch bei Bewusstsein, es können 10, 20 oder 30 Sekunden gewesen sein, sie hat sich auch noch bewegt."

Für die beiden Verurteilten gelten nach ihren Worten jeweils drei Mordmerkmale: Heimtückisch und grausam hätten beide gehandelt, der Vater des Kindes zudem aus niedrigen Beweggründen, beim zweiten liege Mordlust vor. Das Gericht habe sich auf offenbartes Täterwissen und Handy-Nachrichten der Angeklagten gestützt. Die 20-Jährigen hatten sich nur wenige Stunden nach dem Verbrechen bei der Polizei gegenseitig der Tat bezichtigt. Vor Gericht schwiegen sie.

dpa

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