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Politik 180 Millionen Euro gegen Analphabetismus
Nachrichten Politik 180 Millionen Euro gegen Analphabetismus
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19:33 28.11.2016
Etwa 7,5 Millionen „funktionale Analphabeten“ leben in Deutschland. Sie können nicht richtig lesen und schreiben. Quelle: dpa
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Berlin

„In der Wissensgesellschaft wird es schwieriger, zu verdecken, dass man nicht richtig lesen und schreiben kann“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) am Montag in Berlin beim Auftakt der „Dekade der Alphabetisierung“. Allein der Bund stockt seine Förderung über zehn Jahre hinweg auf rund 180 Millionen Euro auf.

Tabu-Thema Analphabetismus

„Tatsächlich ist das Thema immer noch nicht in der Breite der Gesellschaft angekommen“, sagte Claudia Bogedan (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremens Bildungssenatorin.

Um das Tabu-Problem anzugehen, sollen Bildungsangebote beispielsweise mit job-spezifischen Inhalten stärker an die Berufswelt anknüpfen und mit digitalen Mitteln die Schwelle niedrig halten. Dazu wollen sich Politik, Bildungsträger wie Volkshochschulen, Arbeitgeber, Vereine und Verbände besser vernetzen, um Betroffene zu erreichen. „Wichtig ist, dass Betroffene wissen: Es gibt Angebote“, sagte Wanka.

Die 7,5 Millionen „funktionalen Analphabeten“ kommen mit Buchstaben, Wörtern und einfachen Sätzen nur sehr begrenzt zurecht, haben Mühe, zusammenhängende Texte zu lesen und zu verstehen. Die Zahl der Analphabeten in Deutschland beläuft sich auf 300.000.

Mehr zum Thema Analphabetismus finden Sie hier.

Von RND/dpa

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