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AfD-Politikerin Storch empört mit Kommentar zur National-Elf

Parteien AfD-Politikerin Storch empört mit Kommentar zur National-Elf

AfD-Vize Gauland hat es vorgemacht. Mit seiner Äußerung über Jérôme Boateng löste er Ende Mai einen Sturm der Entrüstung aus. Parteifreundin von Storch zieht nach. Das Netz schäumt. Dann relativiert sie.

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Die stellvertretende AfD-Chefin Beatrix von Storch, hier Anfang Mai, hat mit einem Tweet Empörung ausgelöst.

Quelle: Marijan Murat

Berlin. Schon wieder die gleiche Masche: Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch hat nach dem deutschen Aus im EM-Halbfinale mit einem Twitter-Kommentar Empörung ausgelöst.

"Vielleicht sollte nächstes mal dann wieder die deutsche NATIONALMANNSCHAFT spielen?", schrieb die stellvertretende Parteivorsitzende nach der Niederlage der Deutschen in dem Kurznachrichtendienst. Seit einiger Zeit vermarktet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Team nicht mehr unter dem Namen Nationalmannschaft, sondern nur noch als "Die Mannschaft".

Von Storchs Tweet wurde im Netz aber in erster Linie als Anspielung auf die deutschen Spieler mit Migrationshintergrund verstanden - in völliger Verkennung der Verantwortlichkeiten für das EM-Aus. "Griesgrämige Spielverderber", kommentierte CDU-Vize Armin Laschet via Twitter. Sein SPD-Kollege Ralf Stegner schrieb: "Dummheit pur". Die Berliner CDU warf von Storch vor, den Fußball erneut für "rassistische Anspielungen" zu missbrauchen.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour fragte mit gespielter Unwissenheit: "Wer ist diese armselige Person, die sich nicht freuen kann, dass wir Weltmeister sind?" Der Fernseh-Satiriker Jan Böhmermann blieb unerhört: "Lasst uns alle zusammenhalten und Beatrix von Storch einfach mal ignorieren."

Die AfD-Politikerin löschte ihren Tweet daraufhin und reagierte auf Facebook. Ihr Kommentar habe sich auf den Namen der Mannschaft bezogen und nicht auf einzelne Spieler. "Ich nenne sie weiter Nationalmannschaft. Denn das ist sie, mit allen ihren Spielern."

AfD-Politiker machen immer wieder mit fremdenfeindlichen Äußerungen Stimmung. Storchs Parteikollege Alexander Gauland löste kürzlich einen Sturm der Entrüstung aus, als er in einem Interview über den Verteidiger Jérôme Boateng sagte: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." Storch wiederum hatte mit einem Tweet Abscheu ausgelöst, in dem sie den Einsatz von Schusswaffen forderte, um Flüchtlingsfrauen und -kinder davon abzuhalten, nach Deutschland zu kommen.

dpa

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