Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Aktionsplan soll Impfquoten gegen Masern erhöhen
Nachrichten Politik Aktionsplan soll Impfquoten gegen Masern erhöhen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:30 18.06.2015
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) spricht während der Sitzung des Bundestages. Quelle: Maurizio Gambarini/Archiv
Anzeige
Berlin

"Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen noch wichtige Schutzimpfungen, etwa die gegen Masern", erklärte Gröhe zum Auftakt der 4. Nationalen Impfkonferenz am Donnerstag in Berlin.

"Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Die aktuelle Masernwelle zeigt, dass es auch in Deutschland noch große Impflücken gibt", sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke). Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) betonte: "Babys, Schwangere und Menschen mit Immunerkrankungen sind darauf angewiesen, dass wir alle verantwortungsvoll handeln."

Der Plan sieht neben verstärkter Aufklärung und regelmäßigen Impferinnerungen unter anderem vor, dass mindestens 95 Prozent der Kleinkinder bis zum Alter von 15 Monaten und ebenso viele Schulanfänger insgesamt zweimal gegen Masern, Röteln und Mumps geimpft werden. Erst dann ist eine sogenannte Herdenimmunität gegeben. Auch Jugendliche und nach 1970 geborene Erwachsene sowie Flüchtlinge und Beschäftigte im Gesundheitswesen sind Zielgruppen. Masern sind hochansteckend, weltweit sterben daran etwa 400 Kinder pro Tag. In Berlin begann im Oktober 2014 ein heftiger Masernausbruch mit insgesamt über 1 200 Erkrankten, der immer noch nicht ganz vorbei ist.

Mit dem Präventionsgesetz werde ein wichtiger Schritt gemacht, um die Impfbereitschaft zu steigern, erläuterte Gröhe. In Zukunft müssten alle Gesundheits-Untersuchungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt werden, um den Impfschutz zu überprüfen und wichtige Schutz-Impfungen vorzunehmen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Auschwitz-Prozess vor dem Landgericht Lüneburg hat ein Historiker erneut Zweifel an Aussagen des Angeklagten geäußert. So hatte der frühere SS-Mann Oskar Gröning etwa angegeben, während der Zeit der Transporte aus Ungarn im Sommer 1944 nur höchstens dreimal vertretungsweise Dienst an der Rampe getan zu haben, um das zurückgelassene Gepäck der Verschleppten zu bewachen.

17.06.2015

Die Liste mit US-Spionagezielen soll von einem Sonderermittler geprüft werden - und nicht von Abgeordneten. Das hat die Bundesregierung dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss des Parlaments vorgeschlagen, wie der Ausschussvorsitzende Patrick Sensburg (CDU) sagte.

17.06.2015

Der Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 muss Deutschland nach Ansicht aller Bundestagsparteien für immer eine Mahnung sein: für Zivilcourage und den Kampf um Freiheit und Demokratie.

17.06.2015
Anzeige