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Nachrichten Politik Amnesty fordert Einhaltung der Menschenrechte von Trump
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15:14 09.11.2016
mnesty International forderte Trump auf, die Verpflichtungen der Vereinigten Staaten auf die Menschenrechte im In- und Ausland zu bekräftigen und zu befolgen. Quelle: dpa
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Washington

Nach seinem Wahlsieg sollte Trump in seiner Regierung allen Menschen, die in den USA leben, Respekt entgegenbringen und ihre Rechte stärken, erklärte Kenneth Roth, Direktor von „Human Rights Watch“ am Mittwoch in Washington. „Er schaffte es in das Weiße Haus durch eine Kampagne, die geprägt war von Frauenhass, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Aber das ist kein Weg zu einer erfolgreichen Regierung“, mahnte Ross.

Amnesty International forderte Trump auf, die Verpflichtungen der Vereinigten Staaten auf die Menschenrechte im In- und Ausland zu bekräftigen und zu befolgen. „Die fremdenfeindlichen, sexistischen und anderen hasserfüllten Äußerungen Trumps sind in der Regierung völlig fehl am Platz“, betonte Margaret Huang, die Leiterin der US-Sektion von Amnesty.

Herausforderungen auf dem Gebiet der Menschenrechte

Für Empörung hatte gesorgt, dass Trump Einwanderer aus Mexiko als Drogenhändler, Verbrecher und Vergewaltiger bezeichnet hatte. Zudem schlug er vor, Muslimen die Einreise in die USA zu verbieten. Für Schlagzeilen sorgte auch seine Äußerung, die Foltermethode „Waterboarding“ wieder zuzulassen. Auch seine Haltung zu sexuellen Übergriffen auf Frauen empörte viele.

Auf Trump kommen laut „Human Rights Watch“ eine Menge Herausforderungen auf dem Gebiet der Menschenrechte zu, wenn er im Januar das Präsidentenamt übernimmt. Dazu gehörten die Konflikte in Syrien, im Irak, in Afghanistan und im Jemen, aber auch der Einsatz für Menschenrechte in Ländern wie Russland, Nordkorea, China und Ägypten. Im Inland nannte die Menschenrechtsorganisation eine Reform der Einwanderungsgesetze und das Vorgehen gegen Rassendiskriminierung als wichtige Vorhaben. Die USA seien nur dann glaubwürdig, wenn sie auch bei der Strafjustiz, beim US-Gefangenenlager Guantánamo, beim Einsatz von Drohnen und bei der Ahndung von Folter eine bessere Bilanz aufwiesen, sagte Roth.

Von epd/RND

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