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Politik Attacke auf Asylbewerber – Passanten feuern Täter an
Nachrichten Politik Attacke auf Asylbewerber – Passanten feuern Täter an
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19:28 24.05.2016
Vier Flüchtlinge sind in Frankfurt (Oder) angegriffen und verfolgt worden, als sie zu fliehen versuchten. Quelle: Jochen Eckel
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Frankfurt

Bei einem Angriff auf mehrere Asylbewerber in Frankfurt (Oder) sollen Passanten die Täter angefeuert und ebenfalls ausländerfeindlich beleidigt haben. Das teilte die Polizei nach ersten Erkenntnissen am Dienstag mit. Vier Flüchtlinge seien an einer Straßenbahnhaltestelle rassistisch beleidigt, beim Fluchtversuch verfolgt und dann an einem Einkaufsmarkt erneut angegriffen worden sein. Zwei der Asylbewerber wurden dort mit Schlägen attackiert. Der Staatsschutz hat inzwischen die Ermittlungen übernommen, wie das Polizeipräsidium am Dienstagabend berichtete.

Die Asylbewerber aus Syrien, Somalia und Ägypten warteten am Montagabend an einer Tramhaltestelle, als mehrere Männer sie anpöbelten, wie die Polizei mitteilte. Einem 17-Jährigen sei sofort mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden.

Die Asylbewerber im Alter von 17 bis 35 Jahren versuchten zu flüchten, wurden aber von drei Angreifern verfolgt. An einem Einkaufsmarkt stellten die Verfolger zwei der Migranten und schlugen sie. Dabei hätten einige Passanten sie angefeuert und ausländerfeindliche Parolen skandiert.

„Die Geschädigten erlitten keine sichtbaren Verletzungen, eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig“, sagte ein Polizeisprecher. Andere Zeugen wählten den Notruf. Mit ihrer Hilfe konnten die mutmaßlichen Täter schnell gefasst werden. Einer der Männer kam in Gewahrsam. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm 3,7 Promille.

Die Kriminalpolizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auch die Passanten, die die Tat befeuerten, sind im Visier der Ermittlungen.

„Wir verurteilen den Übergriff. Verbale und physische Attacken auf Menschen egal welcher Herkunft sind völlig inakzeptabel und werden von der Bürgerschaft klar abgelehnt“, sagte Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Er erwarte, dass die Täter für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden.

LVZ

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