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Politik Bamf warnt vor falschen Mitarbeitern
Nachrichten Politik Bamf warnt vor falschen Mitarbeitern
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12:01 30.07.2018
Im Internet warnt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Quelle: Screenshot BAMF
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Nürnberg

Auf der Website des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) warnt die Behörde derzeit vor falschen Mitarbeitern. In letzter Zeit hätten sich vermehrt Personen als Beschäftigte der Behörde ausgegeben, hieß es in dem Hinweis. Teilweise gaben sie an, eine zweite Anhörung durchführen zu wollen. Danach hätten sie Asylbewerber in vermeintlichen Interviews zu Hause intensiv befragt.

„Wichtig: Das Bundesamt führt keine Hausbesuche durch! Es handelt sich nicht um Mitarbeitende des Bundesamtes!“, schreibt das Bamf. Die Warnung ist auch über Facebook in mehreren Sprachen verbreitet worden.

Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen

Das Bamf hat deswegen Strafanzeige gestellt und verwies auf Anfrage an die Staatsanwaltschaft Landau. Die leitende Oberstaatsanwältin Angelika Möhlig bestätigte die Ermittlungen wegen Amtsanmaßung gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). In Rheinland-Pfalz sei derzeit ein Fall bekannt, bei dem sich eine männliche Person als Mitarbeiter ausgegeben hat, um einen Asylantragsteller zu befragen. Der Vorfall ereignete sich Ende Mai.

Unter dem Facebook-Hinweis des Amtes vermuten Nutzer, dass die Personen die Notsituation der Antragsteller für kriminelle Vorhaben ausnutzen könnten.

Warning! تحذير Avertissement خبرداری Haydarîመጠንቀቕታ ‼️ There have been several occasions very recently in which people...

Gepostet von Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - BAMF am Donnerstag, 19. Juli 2018

Zu möglichen Motiven ist derzeit nichts Weiteres bekannt. Nach momentanen Erkenntnissen habe der Mann den Asylbewerber lediglich befragt.

Weitere Fälle in Berlin und Baden-Württemberg

Neben dem Fall in Rheinland-Pfalz liegen der Staatsanwaltschaft Hinweise auf zwei ähnliche Ereignisse in Berlin und Baden-Württemberg vor. Weitere Informationen sind Teil der andauernden Ermittlungen. Das Bamf rief Asylbewerber und Betreuer, denen ähnliches passiert ist, dazu auf, sich an die Polizei zu wenden.

Von RND/Mila Krull

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