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Politik Bannon sieht sich "wieder an den Waffen"
Nachrichten Politik Bannon sieht sich "wieder an den Waffen"
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08:49 19.08.2017
Quelle: Wie wird das Verhältnis zwischen Donald Trump und Stephen Bannon künftig aussehen? Bannon gibt sich kämpferisch.
Washington

Stephen Bannon ist zurück auf seinem alten Posten. Die rechtsradikale Nachrichtenseite «Breitbart» kündigte an, Bannon werde dorthin in leitender Funktion zurückkehren. «Jetzt habe ich die Hände wieder an den Waffen», sagte Bannon in einem Interview. Berichterstatter mutmaßen seitdem, was das genau für Präsident Donald Trump bedeuten wird.

Unmittelbar nach der Entlassungs Bannons aus dem Weißen Haus hatte ein «Breitbart»-Mitarbeiter bereits "Krieg" auf Twitter angekündigt und damit für Spekulationen über eine Kampagne gegen Trump gesorgt.

Stephen Bannon selbst sagte in einem Interview am Freitag, dass sein Weggang aus dem Weißen Haus ein Wendepunkt für die Präsidentschaft Trumps sei. «Die Trump-Präsidentschaft, für die wir gekämpft und die wir errungen haben, ist vorüber», sagte Bannon unmittelbar nach seiner Demission der Nachrichtenseite «The Weekly Standard».

«Diese Präsidentschaft ist vorbei»

«Wir haben noch immer eine große Bewegung, und wir werden etwas aus dieser Präsidentschaft machen, aber diese Präsidentschaft ist vorbei», sagte Bannon. «Sie wird etwas anderes sein.» Und er fügte hinzu: «Es wird alle möglichen Kämpfe geben, und es wird gute Tage geben und schlechte - aber diese Präsidentschaft ist vorbei.»

Bannon legte Wert auf die Feststellung, dass er selbst zurückgetreten sei und seinen Rücktritt bereits am 7. August bei Trump und dessen Stabschef John Kelly eingereicht habe. Er habe von Anfang an nur ein Jahr in der Politik bleiben wollen, sagte er. Im Einvernehmen habe man wegen der rechtsextremen Ausschreitungen in Charlottesville und der politischen Turbulenzen danach die Bekanntgabe seines Rücktritts aber noch um einige Tage verzögert.

Machtkampf mit Kelly verloren

Allgemein wird jedoch angenommen, dass Bannons Äußerungen zur Nordkorea-Politik der USA am vergangenen Mittwoch, die in Teilen Trumps Politik konterkarierten, mit ausschlaggebend für die Personalentscheidung waren. Damit hat Bannon seinen internen Machtkampf mit Stabschef Kelly verloren.

Trump werde es in Zukunft noch schwerer haben, seine Vorhaben durchzusetzen, sagte Bannon. «Das republikanische Establishment hat kein Interesse daran, dass Trump Erfolg hat», meint er. «Sie sind keine Populisten, keine Nationalisten, sie haben kein Interesse an seinem Programm. Null», sagte Bannon. Außer einer abgeschwächten Steuerreform, wie sie für Republikaner üblich sei, werde nichts von Trumps Programm umgesetzt werden.

Er selbst werde nach der Rückkehr zur konservativen Nachrichtenseite «Breitbart News» weiter Politik für Trump machen. «Ich werde definitiv die Opposition zermalmen», sagte er. «Jetzt habe ich die Hände wieder an den Waffen.»

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