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Baufirmen-Chef nach Anschlag auf Asylheim in Vorra in U-Haft

Migration Baufirmen-Chef nach Anschlag auf Asylheim in Vorra in U-Haft

Mit dem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim im bayerischen Vorra Ende 2014 beginnt eine ganze Serie derartiger Angriffe. Nach den Ermittlungen ist die auf Rechtsextremisten weisende Spur aber falsch.

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Hakenkreuze in Vorra: Der Anschlag der ist wohl nicht fremdenfeindlich motiviert gewesen, sondern ein Fall von Wirtschaftskriminalität.

Quelle: Daniel Karmann/Archiv

Nürnberg. Der erste große Anschlag der monatelangen Serie von Brandstiftungen in Asylbewerberheimen ist wohl nicht fremdenfeindlich motiviert gewesen, sondern ein Fall von Wirtschaftskriminalität.

 Um ihre Baufirma vor dem Bankrott zu retten, sollen zwei Mitarbeiter im Dezember 2014 die neu hergerichtete Unterkunft im mittelfränkischen Vorra angezündet und ausländerfeindlich besprüht haben.

 Der 50 Jahre alte Firmenchef und ein 42 Jahre alter Bauarbeiter sitzen nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung, Sachbeschädigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Untersuchungshaft, wie die Polizei mitteilte. Beide bestreiten die Vorwürfe.

 Die Polizei hatte die Männer am Donnerstag festgenommen. Am Freitag erläuterten die Ermittler, dass der Auslöser Mängel am Brandschutz gewesen seien, die bei einer Begehung der als Asylbewerberheim geplanten Gebäude Ende November/Anfang Dezember 2014 festgestellt worden waren. Bereits im Januar 2015 sollten die ersten Asylbewerber einziehen.

 Das Landratsamt setzte der Firma deshalb eine Frist bis Dezember 2014. Nach Berechnungen der Sonderkommission "Vorra" wären Nachbesserungen in Höhe von mehreren 100 000 Euro in kürzester Zeit nötig gewesen. "Durch die Nachbesserungen am Brandschutz wäre die Firma wohl ruiniert gewesen", sagte der stellvertretende Leiter der Soko, Norbert Ditzel.

 In der Nacht zum 12. Dezember 2014 hatten die Täter den umgebauten Gasthof samt Scheune und ein frisch renoviertes Wohnhaus in Brand gesteckt. Auf ein Nebengebäude sprühten sie Hakenkreuze und eine ausländerfeindliche Parole.

 Inzwischen leben seit einigen Monaten Flüchtlinge in dem sanierten Gebäudekomplex.

dpa

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