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Politik „Bedaure, dass meine Worte falsch interpretiert wurden“
Nachrichten Politik „Bedaure, dass meine Worte falsch interpretiert wurden“
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15:44 10.06.2018
US-Botschafter Richard Grenell (l.) während seines Antrittsbesuchs bei Bundesaußenminister Heiko Maas. Quelle: imago
Berlin/Leipzig

 „Ich bedauere die Tatsache, dass meine Worte falsch interpretiert wurden”, sagte Grenell der Leipziger Volkszeitung, die zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehört. „Um es klarzustellen: Ich habe nicht die Absicht, mich in politische Angelegenheiten aktiv einzumischen.” Der Diplomat sagte weiter: „Ich sehe mich verpflichtet, mit allen Regierungen und allen politischen Parteien zusammenzuarbeiten, um die transatlantischen Beziehungen zu stärken.”

In einem Interview mit Breitbart hatte der 51-Jährige vor einer Woche gesagt: „Ich möchte unbedingt andere Konservative in ganz Europa stärken.“ In Deutschland lösten die für einen Diplomaten unüblichen Äußerungen eine Welle der Empörung aus. Sein Verhalten war als Verstoß gegen die diplomatisch gebotene Zurückhaltung gewertet worden.

Grenell und Spahn: "Wir sind gute Freunde"

Zu seinem Treffen mit Gesundheitsminister Jens Spahn sagte Grenell dem RND: „Wir kennen uns seit Kurzem und sind gute Freunde – mehr nicht. Ich mag ihn sehr.“ Zu möglichen Ambitionen Spahns auf eine Nachfolge von Angela Merkel sagte Grenell: „Ich weiß nicht, was er in Zukunft tun wird. Das liegt bei ihm.“

Im vorab online veröffentlichten Exklusiv-Interview mit der LVZ sprach Grenell unter anderem über seine To-do-Liste zur Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Das vollständige Gespräch, in dem sich der Botschafter im Detail zu seinem „Breitbart“-Interview und drohenden Strafzöllen für die deutsche Autoindustrie äußert, lesen Sie in der Montagsausgabe der LVZ.

Von Robert Nößler/Gordon Repinski/RND

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