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Bericht: Zahl der Hartz-IV-Dauerempfänger auf Rekordtief

Soziales Bericht: Zahl der Hartz-IV-Dauerempfänger auf Rekordtief

Vier Jahre und länger auf Hartz-IV angewiesen sein - dieses Schicksal trifft in Deutschland mehr als zwei Millionen Männer und Frauen. Auch wenn sich die Jobcenter um sie bemühen - es bewegt sich wenig.

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Die Zahl der Dauerbezieher von Hartz-IV-Leistungen ist auf dem niedrigsten Stand seit Einführung der Zahlungen.

Quelle: Patrick Seeger/Symbolbild

Nürnberg/Berlin. Trotz verstärkter Vermittlungsbemühungen der Jobcenter ist die Zahl der Hartz-IV Dauerbezieher zuletzt nur im Osten gesunken - dort allerdings teils überraschend stark.

Bundesweit sei die Zahl dagegen zwischen Dezember 2014 und Dezember 2015 lediglich um 0,8 Prozent auf 2,576 Millionen zurückgegangen, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) auf Anfrage. Im Dezember 2014 hatten noch 2,598 Millionen vier Jahre und länger sogenannte Hartz-IV-Regelleistungen bezogen.

Die Bundesagentur widersprach damit zugleich einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Montag), in der von einem Rückgang um 7,9 Prozent die Rede war. Die in dem Blatt genannten Daten stammten aus Statistiken, die nach einer Revision vom Vorjahr überholt seien, sagte ein BA-Sprecher. Inzwischen würden in der Statistik beispielsweise auch Jobcenter-Leistungen für Nachhilfe und Vereinsbeiträge für Kinder aus Hartz-IV-Familien, aber auch Kinder ohne Hartz-IV-Bezug erfasst.

Im Osten ging die Zahl der Hartz-IV-Dauerbezieher binnen Jahresfrist dagegen um 3,4 Prozent zurück. Am stärksten fiel der Rückgang mit minus 6,1 in Sachsen aus, wo 61,6 Prozent aller Hartz-IV-Bezieher vier Jahre oder länger auf Geldleistungen ihres Jobcenters angewiesen waren. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Rückgang bei 4,9 Prozent; hier beziehen 60,9 Prozent aller Hartz-IV-Empfänger die Hilfe länger als seit drei Jahren. In Brandenburg lag der Rückgang bei 4,7 Prozent (Anteil der Langzeit-Hartz-IV-Bezieher: 63,9 Prozent.)

Leicht gestiegen ist dagegen die Zahl der Langzeitbezieher von Hartz IV in Hamburg (plus 1,7 Prozent) und im Saarland (0,4 Prozent). In den übrigen Bundesländern hat sich dagegen die Zahl kaum verändert. Die Rückgänge im Osten sind nach Erkenntnissen der Bundesagentur vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Langzeitarbeitslose zuletzt in Rente gegangenen sind. Denkbar sei auch, dass manche Betroffenen nach aussichtsloser Jobsuche in den Westen abgewandert sind, sagte ein BA-Sprecher.

dpa

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