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Berliner Innensenator verteidigt Polizeirazzia gegen Autonome

Kriminalität Berliner Innensenator verteidigt Polizeirazzia gegen Autonome

In Berlin wird ein Polizist beim Knöllchenschreiben angegriffen. Die Täter fliehen in ein Haus im Bezirk Friedrichshain. Dessen Bewohnern beschert dies einen Großeinsatz der Ordnungskräfte.

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Die Bewohner hatten das Gebäude verbarrikadiert.

Quelle: Jörg Carstensen

Berlin. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat den Großeinsatz der Polizei gegen ein von Linksautonomen bewohntes Haus im Stadtteil Friedrichshain verteidigt.

"Ich dulde keine Rückzugsräume für Gewalttäter", sagte Henkel im Roten Rathaus. Abgeordnete von Grünen und Linken bezeichneten den Einsatz von 500 Polizisten und eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) dagegen als übertrieben und unverhältnismäßig.

Als Reaktion auf den Angriff auf einen Streifenpolizisten hatte die Polizei am Mittwochabend ein Haus in der Rigaer Straße durchsucht, in das die Angreifer geflüchtet waren. Bei der Razzia am Abend fanden die Beamten im Innenhof Einkaufswagen und Plastikwannen voller Steine sowie Eisenstangen und sogenannte Krähenfüße, also Stahlkrallen, mit denen Autoreifen beschädigt werden können.

Die Grünen-Abgeordnete Canan Bayram und der Abgeordnete der Linken, Hakan Tas, kritisierten den Einsatz im RBB-Inforadio. Bayram sagte, sie habe den Eindruck, Innensenator Henkel wolle sich vor der Abgeordnetenhauswahl im September profilieren. Henkel solle sich in der nächsten Sitzung des Innenausschusses des Abgeordnetenhauses am 25. Januar dazu äußern.

Am Donnerstagvormittag war es rund um das durchsuchte Haus ruhig. Allerdings war die Polizei dort immer noch mit zahlreichen Mannschaftswagen, Streifenwagen und Einsatzkräften präsent.

dpa

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