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Politik Berliner Senator: Straßen nicht "dem linken Mob" überlassen
Nachrichten Politik Berliner Senator: Straßen nicht "dem linken Mob" überlassen
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14:04 07.02.2016
Beschädigte Fahrzeuge nach einem Brandanschlag in der Nacht zum Samstag in Berlin. Quelle: Jörg Carstensen
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Berlin

In zwei Nächten in Folge haben in Berlin unbekannte Randalierer Dutzende Autos beschädigt oder in Brand gesteckt. Verletzte oder Festnahmen gab es nicht. Innensenator Frank Henkel macht "linke Chaoten" für die Verwüstungen verantwortlich.

"Die Sicherheitsbehörden werden gegen diesen Straßenterror weiter angemessen und konsequent vorgehen", kündigte der CDU-Politiker an. "Wir werden dem linken Mob nicht die Straßen überlassen." Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt.

Etwa 20 bis 40 Maskierte auf Fahrrädern hatten nach Polizeiangaben in der Nacht zum Samstag am Kreuzberger Gleisdreieck-Park 4 hochwertige Autos angezündet und 24 weitere beschädigt. Am späten Samstagabend passierte Ähnliches in Berlin-Neukölln. Dort wurden rund 20 Autos beschädigt. Zeugen sprachen von 50 bis 100 teils vermummten Tätern. Auch in den Stadtteilen Gesundbrunnen und Charlottenburg brannten am Wochenende Autos.

In einem Bekennerschreiben auf einer von Linken und Autonomen genutzten Webseite war nach der ersten Nacht von einem "sozialdemokratischen Volksfahrräderkommando" die Rede, das die fragliche Straße besucht und "dort Luxuskarren entglast und warm verschrottet" habe. In Berlin gibt es immer wieder Aktionen mutmaßlicher Linksautonomer gegen vermeintliche "Luxussanierungen" von Wohngebieten.

Zu einem möglichen Zusammenhang zwischen der Randale und einer Demonstration linker Gruppen am Samstag in Berlin-Friedrichshain äußerte sich die Polizei am Sonntag nicht. An dem Protestzug nahmen laut Polizei rund 4000 Menschen teil. Dabei wurden fünf Polizisten leicht verletzt und zwei Menschen festgenommen. Rund 1200 Beamte waren im Einsatz. Sie wurden vereinzelt mit Flaschen und Steinen beworfen.

Zu der Demo hatten Linke und linksradikale Gruppen unter dem Motto "für Freiräume" aufgerufen. Protestiert wurde auch gegen einen großen Polizeieinsatz in einem Gebäude der Hausbesetzerszene am 13. Januar. Zudem hatte die Polizei fast genau fünf Jahre zuvor mit einem Großaufgebot ein besetztes Haus in derselben Gegend geräumt.

dpa

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