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Politik Betroffener fragt: „Welche Gefahr geht von mir aus?“
Nachrichten Politik Betroffener fragt: „Welche Gefahr geht von mir aus?“
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18:36 29.01.2017
Donald Trump / Manouchehr Shamsrizi. Quelle: dpa / RND
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Hamburg

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Besuch in New York, der einem Forschungssemester vorangegangen war. Eine Stadt, die wie kaum ein anderer Ort auf der Welt für Aufbruch steht: Sitz der Vereinten Nationen – und der Freiheitsstatue, einer Darstellung der römischen Göttin Libertas. An der Yale University durfte ich mich damals mit globalen Gerechtigkeitstheorien und der Philosophie der Menschenrechte beschäftigen.

Seitdem bin ich zu diesen Themen regelmäßig in den USA, habe ein Start-up gegründet und durfte Kerry auf seiner Abschiedsreise in Berlin treffen, der sich mit jungen Menschen zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen austauschen wollte.

Nach New York einreisen werde ich in diesem Jahr nicht mehr können

Wenige Wochen später ist das Zentrum der US-Außenpolitik der Trump World Tower geworden, eines der höchsten und teuersten Wohnhäuser der Welt, und „über die Wangen der Freiheitsstatue rollen Tränen“, wie es der demokratische Oppositionsführer im Senat zusammenfasste.

Nach New York einreisen werde ich in diesem Jahr nicht mehr können, in den kommenden 90 Tagen darf ich nicht einmal einen Visa-Antrag stellen. Ich versuche noch herauszufinden, welche Gefahr von mir ausgeht – und von den Wissenschaftlern, Gründern, Künstlern und Europäern mit doppelter Staatsbürgerschaft.

Ich bin mir aber auch nicht mehr sicher, ob das New York des Trump Towers noch einer der Orte sein wird, von dem aus wir das 21. Jahrhundert zu einer gerechteren, gesünderen, gebildeteren, freiheitlichen und fortschrittlichen Epoche machen können.

Zum Autor: Manouchehr Shamsrizi ist gebürtiger Hamburger, Unternehmensgründer und Politikwissenschaftler mit iranischem Pass.

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Von RND/Manouchehr Shamsrizi

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