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Politik „Blödsinn“: Kritik an Bundeswehr-Werbefilm wächst
Nachrichten Politik „Blödsinn“: Kritik an Bundeswehr-Werbefilm wächst
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11:37 24.10.2016
„Werbefilmchen fürs Sterben im Ausland“: Politiker halten sich nicht mit Kritik an der Bundeswehr-Doku zurück. Quelle: dpa/Bundeswehr
Parow

„Nach "Bauer sucht Frau" kommt nun eine neue Show "Uschi sucht Soldaten"“. Statt auf den Unterhaltungsfaktor zu setzen, sollte die Bundeswehr nach dem Aussetzen der Wehrpflicht auf ihren Grundgesetzauftrag – die Verteidigung der Heimat – zurückgeführt werden.

„Werbefilmchen fürs Sterben im Ausland“

„Werbefilmchen fürs Sterben im Ausland braucht niemand“, sagte Ritter am Montag. Die Bundeswehr will von Anfang November an mit der täglichen Reality-Dokumentation im Videoportal Youtube um Nachwuchs werben. Die dreimonatige Serie mit dem Titel „Die Rekruten“ lässt sie sich nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ 1,7 Millionen Euro kosten. Dabei würden nach Angaben der Bundeswehr zwölf Rekruten bei ihrer Grundausbildung an der Marinetechnikschule Parow mit der Kamera begleitet.

Der Grünen-Verteidigungspolitiker Tobias Lindner hatte das Vorhaben und seine Kosten bereits am Sonntag kritisiert. „So lange die Ausrüstung der Bundeswehr so marode ist, nützen die teuersten Werbefilmchen nichts“, sagte er der Zeitung. Die Millionen sollte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lieber für die Soldaten ausgeben.

Kritik an der schlechten Ausstattung der Bundeswehr kam vom Wehrbeauftragten des Bundestages, Hans-Peter Bartels. Der SPD-Politiker kritisierte in diesem Zusammenhang, dass wichtige Investitionen für die Bundeswehr in die nächste Wahlperiode verschoben würden.

Von RND/dpa

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