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Politik Bombenanschlag erschüttert Mogadischu
Nachrichten Politik Bombenanschlag erschüttert Mogadischu
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19:55 30.07.2017
Bombenangriffe zählen in Mogadischu mittlerweile zum Alltag.  Quelle: dpa
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Mogadischu

 Die Bilder gleichen einander wie bei jeder tödlichen Attacke in Mogadischu. Das ostafrikanische Somalia am Horn des Kontinents gilt im zerreibenden Kampf zwischen der internationalen Allianz und der somalischen Regierung auf der einen und der extremistischen Al-Shabaab-Miliz auf der anderen Seite mittlerweile als tief zersplitterter Staat. Auch wenn die Hintergründe der beiden Anschläge am Sonntag noch teils unklar sind, zeigen sich doch Parallelen zu vergangenen Terror-Attacken.

Angriff auf Soldaten geht auf Konto der Al-Shabaab

Bei dem Angriff auf Soldaten der Afrikanischen Union im südlichen Somalia sind am Sonntag mehrere Menschen getötet worden. Das teilte ein somalischer Offizier, Oberst Muhyadin Yasin, mit. Kämpfer der extremistischen Organisation Al-Shabaab hätten einen UN-Konvoi nahe dem Ort Bulo Marer angegriffen und acht AU-Soldaten getötet. Al-Shabaab teilte mit, es seien 39 Soldaten getötet worden. Das ugandische Verteidigungsministerium bestätigte den Angriff, machte aber keine Angaben zur Zahl der Toten.

Bei der zweiten Attacke, einer Autobombenexplosion nahe einem Polizeirevier in der Hauptstadt Mogadischu, wurden nach Polizeiangaben am Sonntag mindestens fünf Menschen getötet. Mindestens 13 weitere seien verletzt worden, sagte der Beamte Mohammed Hussein. Am Ort der Explosion bargen Rettungskräfte und Zivilisten Leichen und brachten verletzte Opfer in Krankenhäuser.

Hintergrund der Autobombenexplosion noch unklar

Die Explosion könnte von einem Selbstmordattentäter ausgelöst worden sein, sagte Hussein. Die meisten der Opfer seien Zivilisten. Auf was oder wen genau der Angriff abzielte, war zunächst unklar. Die Explosion ereignete sich in einem Verkehrsstau, als Soldaten an einer Kreuzung in der Nähe Autos durchsuchten.

Die mit Al-Kaida verbündete Extremistengruppe Al-Shabaab hat in Mogadischu häufig tödliche Bombenanschläge verübt, zu den Zielen zählten Hotels und Kontrollpunkte. Truppen der Afrikanischen Union hatten die Miliz, die gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates kämpft, 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen kontrollieren aber immer noch einige ländliche Regionen in Somalia.

Von RND/krö/AP

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