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Politik Britische Innenministerin Rudd tritt zurück
Nachrichten Politik Britische Innenministerin Rudd tritt zurück
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08:16 30.04.2018
Die britische Innenministerin Amber Rudd. Quelle: imago/ZUMA Press
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London

Die britische Innenministerin Amber Rudd ist im Zuge eines Skandals rund um Einwanderer aus der Karibik zurückgetreten. Das Büro von Premierministerin Theresa May teilte am Sonntagabend mit, diese haben den Rücktritt akzeptiert. Wenig zuvor hatte Rudd noch versichert, auf dem Posten bleiben und so sicherstellen zu wollen, dass das Einwanderungssystem des Landes „menschlich“ sei.

Der Skandal hat seit Tagen Schlagzeilen in Großbritannien gemacht. Im Kern geht es um ein Fehlverhalten der britischen Behörden gegenüber Menschen aus der Karibik, der sogenannten Windrush-Generation. Die Einwanderer haben ihren Wohnsitz seit Jahrzehnten legal im Land - und sind nun in den Kampf der Regierung gegen illegale Einwanderer hineingezogen worden. Wie der „Guardian“ berichtete, wurde einigen von ihnen vor kurzem medizinische Versorgung verweigert oder mit der Abschiebung gedroht, weil sie keine Ausweispapiere vorlegen konnten.

Die Windrush-Generation ist nach dem Schiff „Windrush“ benannt, das 1948 Hunderte karibische Einwanderer nach Großbritannien gebracht hatte. Dort wurden damals Krankenschwestern, Eisenbahnmitarbeiter und andere Arbeitskräfte für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Als Bürger der ehemaligen britischen Kolonien oder gerade erst neugegründeter Staaten erhielten sie damals automatisch das Recht, in Großbritannien zu leben.

Seit 2012 hat Großbritannien teils harte neue Einwanderungsregelungen gegen illegale Zuwanderer erlassen. Damit kämpften auch einige legale Migranten. Ihnen wurden Wohnungen, Jobs oder medizinische Behandlungen verwehrt, weil Vermieter, Arbeitgeber und Ärzte den Einwanderungsstatus von ihnen überprüften. Anderen wurde von der Regierung gesagt, dass sie sich illegal in Großbritannien befänden und das Land verlassen müssten.

Von AP/dpa/RND

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