Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Britischer Außenminister Johnson zurückgetreten
Nachrichten Politik Britischer Außenminister Johnson zurückgetreten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:43 09.07.2018
Boris Johnson ist als Außenminister Großbritanniens zurückgetreten. Quelle: REX/Shutterstock
Anzeige
London

Die Regierungskrise in London eskaliert. Wenige Stunden nach Brexit-Minister David Davis trat am Montag auch der britische Außenminister Boris Johnson zurück. Das teilte die Regierung der BBC zufolge mit. Nur knapp neun Monate vor dem EU-Austritt am 29. März 2019 steckt die Regierung von Premierministerin Theresa May nun in einer massiven Regierungskrise.

Die Brexit-Befürworter in der britischen Regierung rebellieren gegen den neuen Kurs Mays, die einen weicheren Ausstieg aus der EU anstrebt. Fraglich ist, ob Johnson nun selbst Regierungschef werden will. Mays politische Zukunft steht mit dem Rücktritt der Minister ebenfalls infrage.

Kommentar: Johnson-Rücktritt stärkt EU-Gegner

Johnson: Neue „Brexit“-Pläne ein „Scheißhaufen“

May hatte ihr Kabinett am Freitag zu einer zwölfstündigen Marathonsitzung auf den Landsitz Chequers nordwestlich von London beordert. Die Minister mussten während der Klausurtagung sogar ihre Smartphones abgeben. Am Abend verkündete May, die Regierung habe sich auf eine neue Strategie für den EU-Austritt verständigt. Doch die Einigung kam nur unter großem Druck zustande.

Brexit-Hardliner Davis fürchtete, die Pläne könnten Großbritannien zu eng an die EU binden. Außerdem drohten weitere Konzessionen an Brüssel im Lauf der Verhandlungen. Keine 24 Stunden nach dem Rücktritt von Davis steht bereits sein Nachfolger in den Startlöchern: Premierministerin Theresa May wählte den konservativen Staatssekretär Dominic Bloom in das Amt.

Johnson gilt als wichtigster Brexit-Wortführer im Kabinett und bezeichnete Mays neue Brexit-Pläne Berichten zufolge während der Kabinettsklausur als „Scheißhaufen“. Er stand unter Druck, es Davis gleichzutun.

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Den umstrittenen Brexit-Brief an die EU-Kommission hat Innenminister Horst Seehofer offenbar im Alleingang verfasst. Die Bundesregierung distanziert sich einem Bericht zufolge von dem Schreiben.

09.07.2018

Um das Geld vor US-Sanktionen zu retten, hat der Iran einen millionenschweren Geldtransfer angefragt. Dabei sollen rund 300 Millionen Euro in bar ausgeflogen werden. Nun heißt es abwägen für die Bundesregierung, denn die USA dürfte mit dem Vorgang nicht einverstanden sein.

09.07.2018

Verhandlungen mit EU-Staaten erfolgreich abschließen, Rückführungen organisieren, Ersatzdokumente beschaffen: Der innenpolitische Sprecher der SPD, Burkhard Lischka stellt einige Bedingungen für die Zustimmung seiner Partei zu Horst Seehofers „Masterplan Migration“.

09.07.2018
Anzeige