Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bund will mehr Tempo-30-Zonen auf großen Straßen ermöglichen

Verkehr Bund will mehr Tempo-30-Zonen auf großen Straßen ermöglichen

Kinder brauchen im Straßenverkehr besonderen Schutz. Deswegen sollen Autos langsam fahren, wo es für die Jüngsten gefährlich ist. Nicht nur in Wohngebieten soll das leichter werden.

Voriger Artikel
Rechtsmediziner: Barschel beging Selbstmord
Nächster Artikel
Ramsauer will schnelle Verfassungsbeschwerde zu Flüchtlingen

Die Einführung von Tempo-30-Zonen soll vereinfacht werden.

Quelle: Bernd Wüstneck

Berlin. Vor Schulen und Kitas soll es zum Vermeiden von Unfällen künftig mehr Tempo-30-Zonen geben - und zwar auch auf großen Straßen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die rechtlichen Anforderungen dafür lockern. Vertreter von Kommunen, Polizei und Autofahrern begrüßten die Pläne, die Bund und Länder bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatten.

Für mehr Sicherheit von Kindern ist außerdem vorgesehen, dass Erwachsene auf Gehwegen neben ihnen radeln dürfen. Elektroräder mit Höchsttempo 25 sollen Radwege benutzen dürfen.

Dobrindt will nun einen Rechtsrahmen schaffen, damit die Länder ohne größere bürokratische Hürden auch an Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 festlegen können. Vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen solle dies grundsätzlich unkompliziert durchgesetzt werden können, sagte der Minister.

Bisher muss erst konkret nachgewiesen werden, dass es sich um eine gefährliche Stelle handelt. Generell gilt innerorts die Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

Der Deutsche Städtetag begrüßte, dass Kommunen damit auch mehr Entscheidungsspielraum bekämen. Wichtig sei, dass sie mit Blick auf Gefahren künftig vorbeugend handeln könnten. Aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft gehen die Vorschläge in die richtige Richtung.

Darüber hinaus sollten auch in Wohngebieten Tempo-30-Zonen zum Standard werden, wo Kinder häufiger Opfer von Unfällen werden. Der Autofahrerclub ADAC begrüßte die Pläne. Nicht vor jeder Einrichtung sei Tempo 30 aber zwingend notwendig, etwa bei breiten Gehwegen.

Änderungen sind auch für Radler geplant. So sollen Kinder künftig von einer mindestens 16 Jahre alten Aufsichtsperson auf dem Rad begleitet werden dürfen, wenn sie auf Gehwegen fahren. Für erwachsene Radler sind Gehwege bisher tabu, Kinder bis acht Jahre müssen dort fahren. Wenn der Erwachsene parallel auf der Straße fährt, erschwere das die Kommunikation und den Sichtkontakt, erläuterte das Ministerium.

Elektroräder, die maximal 25 Kilometer pro Stunde schnell sind, können künftig auf Radwege gelassen werden - außerorts generell und innerorts mit dem Hinweisschild "E-Bikes frei". Ausdrücklich nicht gelten soll dies aber für schnellere Elektrofahrräder (S-Pedelecs).

Einfacher werden sollen Vorgaben für Rettungsgassen auf Autobahnen und großen Bundesstraßen, damit Polizei und Rettungswagen schnell zu Unfallstellen kommen. Künftig soll gelten, dass bei Straßen mit mindestens zwei Streifen die Gasse "zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen" frei zu halten ist - also bei drei Fahrspuren zwischen der ganz linken und den beiden rechten daneben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Hier finden Sie Infos und Fotos vom Leipziger Opernball 2017 unter dem Motto „Moskauer Nächte“ mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr