Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 19 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bundesländer schicken Tausende Lehrer in Arbeitslosigkeit

Bildung Bundesländer schicken Tausende Lehrer in Arbeitslosigkeit

Lehrermangel macht den Schulen zum Start des neuen Schuljahrs vielerorts zu schaffen. Doch zugleich wurden Lehrer zuletzt oft im Sommer in die Arbeitslosigkeit geschickt - wohl aus Spargründen.

Voriger Artikel
CSU will bei Zuwanderern Nähe zum Kulturkreis prüfen
Nächster Artikel
Streit um Staatsmilliarden: SPD gegen pauschale Steuersenkung

In erster Linie sind Lehrer mit befristeten Verträgen betroffen.

Quelle: Peter Endig/Archiv

Berlin. Die Bundesländer haben während der Sommerferienzeit im vergangenen Jahr Tausende Lehrer in die Arbeitslosigkeit geschickt. Bis zu 7000 mehr Lehrer waren in den Sommerferien 2015 arbeitslos als in normalen Monaten mit Schule - vor allem wegen befristeter Verträge.

Angesichts des verbreiteten Lehrermangels fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein Ende dieser Spar-Praxis. Im August 2015 war die Zahl der arbeitslosen Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen auf knapp 11 100 gestiegen - im Jahresschnitt ohne den Hauptferienmonat August wurden 5200 arbeitslose Lehrer gezählt. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage von Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag und über die die "Passauer Neue Presse" zuerst berichtet hatte.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hatte bereits im Januar mitgeteilt, dass sich in den Sommerferienmonaten rund 7000 Lehrer mehr arbeitslos gemeldet hatten als in den Nicht-Ferienmonaten. Als Hauptgrund nannte die BA befristete Beschäftigungen. "Erkennbar ist dieses Phänomen insbesondere in den westlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, dem Saarland und Hamburg", so die BA. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte die Praxis als "skandalös". Zahlen über die Lage in den Sommerferien 2016 lagen noch nicht vor.

Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe mahnte: "Vor allem wegen der Flüchtlingskinder werden Lehrer in vielen Regionen händeringend gesucht." Deshalb müssten die Länder den Lehrern gute Bedingungen bieten. "Wer Stellen nach den Sommerferien nicht besetzen kann, sollte sich kein Hire-and-Fire-Prinzip leisten", sagte Tepe der dpa.

Ernst kritisierte: "Die öffentliche Hand feuert dringend benötigte Lehrer, um sie nach Ende der Schulferien postwendend wieder einzustellen."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Farbspiele
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Fotografieren Sie Ihre buntesten Momente in Leipzig und der Region und nehmen Sie am Fotowettbewerb der Sparkasse Leipzig teil. Die schönsten Bilde... mehr

25. April 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Welches Glück müssen wir jahrzehntelang gehabt haben, dass wir in Frieden und relativ sicher in Deutschland leben konnten – mit all den Türken, die das Land bevölkern.

mehr