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Bundespräsident Gauck verurteilt Gewalt gegen Flüchtlinge scharf

Weihnachtsansprache Bundespräsident Gauck verurteilt Gewalt gegen Flüchtlinge scharf

Flugzeugkatastrophe, Terroranschläge, Flüchtlingskrise: Bundespräsident Gauck blickt in seiner Weihnachtsansprache auf ein schwieriges Jahr zurück. Die Krisenbewältigung der Deutschen macht ihm aber Mut: „Wir haben gezeigt, was in uns steckt.“

Bundespräsident Joachim Gauck bei der Aufzeichnung seiner Weihnachtsansprache.

Quelle: dpa

Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck hat zu einer offenen Auseinandersetzung über die Lösung der Flüchtlingskrise aufgerufen, zugleich aber vor Hass und Gewalt gewarnt. „Der Meinungsstreit ist keine Störung des Zusammenlebens, sondern Teil der Demokratie“, sagte das Staatsoberhaupt in seiner Weihnachtsansprache. Nur mit offenen Diskussionen könne man Lösungen finden, die langfristig Bestand haben und von einer Mehrheit getragen werden. „Lassen Sie uns einen Weg beschreiten heraus aus falschen Polarisierungen“, forderte Gauck in der Fernsehansprache, die am Freitagabend ausgestrahlt werden soll. Es müssten Lösungen gefunden werden, die den sozialen Zusammenhalt nicht gefährden, das Wohlergehen der eigenen Bürger berücksichtigen und die Not der Flüchtlinge nicht vergessen.

Der Bundespräsident rief dazu auf, der Gewalt gegen Flüchtlinge mit aller Härte der Gesetze zu begegnen. „Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen verdienen unsere Verachtung und verdienen Bestrafung.“ Er zeigte sich sicher, dass Deutschland die Flüchtlingskrise meistern werde. „Wir haben gezeigt, was in uns steckt - an gutem Willen und an Professionalität, aber auch an Improvisationskunst.“ Gauck würdigte vor allem die vielen freiwilligen Helfer, die zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beigetragen haben. „Sie alle sind zum Gesicht eines warmherzigen und menschlichen Landes geworden.“ Das Staatsoberhaupt dankte aber auch den Mitarbeitern der für die Flüchtlingshilfe zuständigen Behörden und den eingesetzten Polizisten. Der Bundespräsident erinnerte in seiner Ansprache auch an die Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen, die Griechenland-Krise sowie an die gewaltsamen Konflikte in der Ukraine, in Afghanistan und in Afrika.

Er würdigte die deutschen Soldaten, die „im gefährlichen Kampf gegen die Wurzeln des Terrors eingesetzt“ sind. Als Reaktion auf die Terroranschlägen von Paris unterstützt die Bundeswehr seit wenigen Tagen die Luftangriffe gegen die Terrororganisation Islamischer Staat.

LVZ

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