Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Bundeswehr bekommt neues Maschinengewehr erst mit Verspätung

Verteidigung Bundeswehr bekommt neues Maschinengewehr erst mit Verspätung

Das MG5 soll das neue Standard-Maschinengewehr der Truppe werden. Doch bei einer abschließenden Prüfung gibt es Unregelmäßigkeiten. Droht nach den Problemen mit dem Sturmgewehr G36 die nächste Panne?

Berlin (dpa) - Nach den Schwierigkeiten mit dem Sturmgewehr G36 hat die Bundeswehr auch Ärger mit dem neuen Maschinengewehr MG5. Wegen der Probleme werde sich die ursprünglich für diesen Sommer geplante Auslieferung voraussichtlich bis 2016 verzögern, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

An der grundsätzlichen Tauglichkeit des Gewehrs - das wie das G36 von Heckler & Koch hergestellt wird - ändere dies jedoch nichts: "Wir gehen davon aus, das MG5 ist geeignet." Über die Lieferverzögerung hatte zuerst die "Bild am Sonntag" berichtet.

Dem Sprecher zufolge hatte das Heer die Waffe im Januar 2015 als "bedingt geeignet" bewertet und Änderungswünsche formuliert, die danach berücksichtigt wurden. Dafür habe es "Unregelmäßigkeiten" gegeben bei der abschließenden Typ- und Ablieferungsprüfung, bevor die Waffe in Serienfertigung geht. Nähere Details dazu nannte der Sprecher nicht. Die Prüfung dauere noch an.

Das MG5 soll das neue Standard-Maschinengewehr der Truppe werden. Insgesamt 12 733 Exemplare orderte das Verteidigungsministerium im Juli 2013 bei Heckler & Koch. Als Kosten sind rund 200 Millionen Euro veranschlagt.

Zum G36 hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im April erklärt, das Gewehr habe in seiner jetzigen Form wegen Präzisionsproblemen im erhitzten Zustand keine Zukunft. Ob die 167 000 G36-Exemplare ausgemustert werden müssen oder nachgerüstet werden können, will ihr Ministerium erst im nächsten Jahr entscheiden.

Heckler & Koch und die Bundeswehr streiten derzeit vor Gericht darüber, ob das G36 Mängel aufweist oder nicht. Zudem untersuchen drei Kommissionen des Ministeriums, was schief gelaufen ist. Sie sollen klären, ob Soldaten im Einsatz gefährdet wurden, wie Abläufe im Ministerium verbessert werden können und ob es Anhaltspunkte für Korruption gibt. Die Ergebnisse sollen Mitte Oktober vorgestellt werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr