Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
CDU-Politiker Krichbaum: „So viel Orientierungslosigkeit noch nicht erlebt"

Umfragewerte im Keller CDU-Politiker Krichbaum: „So viel Orientierungslosigkeit noch nicht erlebt"

„Orientierungslosigkeit“ in der Europa- und Flüchtlingsdebatte beklagt der Vorsitzende des Europaausschusses des Bundestages, der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum. Er bezog sich dabei auf die jüngsten Umfragewerte der Union, die auf 34 Prozent abgesackt sind.

Gunther Krichbaum.
 

Quelle: dpa

Berlin.  „Orientierungslosigkeit“ in der Europa- und Flüchtlingsdebatte beklagt der Vorsitzende des Europaausschusses des Bundestages, der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum. Er bezog sich dabei auf die jüngsten Umfragewerte der Union, die auf 34 Prozent abgesackt sind.

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerl Deutschland (RND) sagte Krichbaum zugleich, „Wolfgang Schäuble sorgt sich um den Zustand der Union und um den von Europa“. Viele an der Unionsbasis wollten eine Perspektive sehen. „Ihnen ist schon klar, dass es keine simple Lösung gibt, aber dann muss man eben die komplizierte Lösung nehmen“.

Er mache sich zwar „mehr Sorgen um die Zukunft Europas als um die Union“, aber es werde allgemein die „fehlende Lösungskompetenz“ bei den Regierenden bemängelt. Viele auch in der Fraktion hätten „so viel Orientierungslosigkeit noch nicht erlebt“, sagte Krichbaum.

Kritisch registrierte er den erstmals auf Regierungsebene ausgetragenen Streit zwischen Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Flüchtlingskoordinator und Kanzleramtsminister Peter Altmaier (beide CDU): „Natürlich kann man streiten, aber nur wenn Fenster und Türen geschlossen sind.“

Krichbaum wies auf die Grenzen der Belastbarkeit in der Flüchtlingsaufnahme hin und sprach sich entschieden für eine Begrenzung des Familiennachzugs aus: Flüchtlinge mit ihren Familien „sprengen unsere Möglichkeiten“.

Schwesig hält an Nachzug fest

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat dagegen Vorschläge aus der Union zurückgewiesen, den Familiennachzug für syrische Flüchtlinge einzuschränken. Der Schutz der Familie stehe weit oben und sei nicht auf deutsche Familien beschränkt, sagte Schwesig am Dienstag im Deutschlandfunk. Wenn man den Nachzug einschränke, würden männliche Flüchtlinge sofort ihre Frauen und Kinder auf den Weg nach Deutschland mitnehmen. So werde weder der Zustrom begrenzt noch die Situation an den Grenzen entschärft.

Die Ministerin verlangte von der Union, bereits beschlossene Vorschläge wie die Beschleunigung der Asylverfahren umzusetzen.

Von Dieter Wonka

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr