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Politik Seehofer erhielt schon am 30. März Hinweis auf Skandal
Nachrichten Politik Seehofer erhielt schon am 30. März Hinweis auf Skandal
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14:32 17.05.2018
„Ungeheuerliche Vorgänge in einer unglaublichen Dimension“: Per SMS soll die ehemalige Leiterin der Bamf-Außenstelle Bremen, Josefa Schmid (r.), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, l.) bereits am 30. März informiert haben. Quelle: dpa
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Berlin

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat spätestens am 30. März einen direkten Hinweis auf den Skandal im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erhalten. Das bestätigten CSU-Kreise dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Demnach schrieb die ehemalige Leiterin der BAMF-Außenstelle Bremen, Josefa Schmid, Seehofer am Karfreitag eine Kurznachricht an dessen private Handynummer. In der SMS bittet Schmid, gemeinsam mit Bremer Referatsleitern bei Seehofer vorsprechen zu dürfen.

Josefa Schmid – so tickt die singende Juristin

„Wir müssen Ihnen dringend persönlich und bitte absolut vertraulich (die Amtsleitung ist in verstörerischer Weise trotz Remonstrationen an Aufklärung nicht gewillt) ungeheuerliche Vorgänge in einer unglaublichen Dimension mit Beweismitteln übergeben, die man nicht ignorieren kann, um gewaltigen Schaden für das ganze Land abzuwenden“, heißt es in der SMS.

Am Mittwoch sagte eine Sprecherin Seehofers auf Anfrage dem RND: „Der Minister kennt die SMS nicht.“ Er sei ansonsten weiter um Aufklärung des gesamten Vorgangs bemüht.

Am Dienstag hatte das Bundesinnenministerium erklärt, Seehofer habe erst am 19. April vom sogenannten Bremer Bamf-Skandal erfahren. Mindestens fünf Wochen lang hätten ihn engste Mitarbeiter trotz zahlreicher Hinweise angeblich nicht über den Asylskandal informiert.

Am 4. April, fünf Tage nach der SMS, telefonierte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, mit Schmid. Der CSU-Bundestagsabgeordnete gilt als enger Vertrauter Seehofers. „Die Abgabe von an den Minister gerichteten Terminanfragen, beispielsweise an Staatssekretäre, entspricht dem üblichen ministeriellen Verfahren“, teilte das Ministerium am Dienstag mit.

Von Jörg Köpke/RND

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