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Politik „Check Point Ali“: Protest gegen Mauer vor Flüchtlingsheim
Nachrichten Politik „Check Point Ali“: Protest gegen Mauer vor Flüchtlingsheim
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20:45 09.11.2016
Am Mittwochnachmittag wollte die Sozialgenossenschaft mit Künstlern einen „Checkpoint Ali“ als symbolischen Grenzübergang zwischen dem Wohnheim und dem Rest des Stadtviertels errichten. Ziel der Aktion ist Völkerverständigung. Quelle: dpa
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München

Mit einer Kunstaktion hat das Bündnis Bellevue di Monaco gegen eine Mauer vor einer Flüchtlingsunterkunft im Münchner Stadtteil Neuperlach protestiert. „Es ist ein ganz fatales Signal, das diese Mauer sendet: Nämlich das von geflohenen Menschen Gefahr ausgeht“, begründete der Vorstand Matthias Weinzierl.

Ziel der Kunstaktion: Völkerverständigung

Am Mittwoch hatte die Sozialgenossenschaft mit Künstlern einen „Checkpoint Ali“ als symbolischen Grenzübergang zwischen dem Wohnheim und dem Rest des Stadtviertels errichtet. Das Ziel sei Völkerverständigung. „Mögen sich die Menschen auf beiden Seiten der Mauer hier wie drüben kennen- und schätzenlernen“, hieß es dazu auf der Internetseite von Bellevue die Monaco.

Anwohner hatten den Bau der vier Meter hohen Steinmauer erstritten, um sich vor Lärmbelästigungen durch Flüchtlinge zu schützen, so ihre Argumentation. Am vergangenen Wochenende hatte ein Video der Mauer Aufsehen erregt, Vergleiche mit der Berliner Mauer wurden gezogen. Auch internationale Medien berichteten darüber. Unbekannte hatten die Mauer daraufhin besprüht mit „Rassismus pur“ und „gegen Grenzen“.

Künstler: „Ihr mauert euch ein“

Der Bau für rund 160 jugendliche Flüchtlinge soll Ende November bezugsfertig sein. Weinzierl sprach von einem „faulen Kompromiss“. „Eine vier Meter hohe Lärmschutzmauer zu bauen gegen ein Haus, in dem Leute wohnen, ist einfach absurd“, meinte er.

Die Botschaft der Aktion, bei der auch Grenzschützer in Uniform auftraten: „Die freie Seite ist da, wo die Unterkunft ist und ihr mauert euch sprichwörtlich ein und macht euch unfrei.“ Der Name „Checkpoint Ali“ sei ein Wortspiel, da viele Geflohene derzeit aus dem arabischen Raum kämen.

Von RND/dpa

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