Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Clinton gegen Trump: TV-Duell bricht Rekorde
Nachrichten Politik Clinton gegen Trump: TV-Duell bricht Rekorde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:41 28.09.2016
Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton. Quelle: afp
White Plains

Mehr als 81 Millionen Zuschauer sahen das TV-Duell zwischen den US-Präsidentschaftsbewerbern Hillary Clinton und Donald Trump. Es war damit wohl das meistgesehene in der Geschichte der US-Wahlen.

Hillary Clinton hat sich hochzufrieden über die erste TV-Debatte mit Donald Trump geäußert. „Die Menschen konnten sich selber ein Bild machen von seinem Benehmen, seinem Naturell, seinem Verhalten“, sagte die strahlende Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten am Dienstag an Bord eines Flugzeugs.

„Ich dachte ein paar Mal, was er doch für nachweisbare Unwahrheiten verbreitet“, sagte Clinton über ihren republikanischen Konkurrenten. Es gehe um den härtesten Job der Welt, die Zuschauer hätten ganz klare Unterschiede der Kandidaten gesehen.

Trump „macht Amerika schlecht“

Trump habe auf viele offene Fragen der Tagespolitik keine Antworten gegeben. „Er macht Amerika schlecht, wann immer er es kann. Er spricht darüber in grässlichen, dunklen Begriffen. So ist Amerika nicht! Wir sind die besten Problemlöser der Welt!“, sagte Clinton. Mit Blick auf Trumps Klagen über ein vermeintlich kaputtes Mikrofon sagte Clinton lächelnd: „Jeder, der sich über ein schlechtes Mikrofon beklagt, hatte keine gute Nacht.“

Trump hingegen kritisierte den Ablauf des ersten TV-Duells. Der Moderator Lester Holt habe ihm „unfaire“ Fragen gestellt, sagte Trump in einem Gespräch mit dem Sender Fox News. Holt sei zudem nicht genug auf Clintons Schwachpunkte in ihrer Zeit als Außenministerin eingegangen, wie etwa ihren Umgang mit der E-Mail-Affäre.

Trump nimmt Rücksicht auf Clinton-Tochter

„Ich könnte sie auf bestimmte Weise härter angehen“, kündigte Trump für die nächste Debatte am 9. Oktober in St. Louis an. „Ich hatte mich etwas zurückgehalten, weil ich Niemandes Gefühle verletzen wollte“, sagte er Fox News. So habe er darauf verzichtet, die Affäre mit Monica Lewinsky des Ex-Präsidenten Bill Clinton anzusprechen, weil Tochter Chelsea im Publikum gesessen habe.

Er habe das eigentlich anbringen wollen, als Clinton seinen Umgang mit Frauen am Beispiel einer ehemaligen Schönheitskönigin vorführte. Trump hatte die Venezolanerin Alicia Machado laut deren Aussage als „Miss Piggy“ und „Miss Housekeeping“ bezeichnet, nachdem sie nach ihrer Kür zur „Miss Universe“ 1996 zugenommen hatte. Trump, der damals als leitender Produzent des Beauty-Wettbewerbs firmierte, verteidigte gegenüber Fox News seine Wortwahl: „Sie war die Gewinnerin und hatte massiv an Gewicht zugelegt, und das war ein echtes Problem.“

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!