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Nachrichten Politik Clintons gefährlichster Gegner heißt Clinton
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16:51 29.10.2016
Die neuen Enthüllungen in der E-Mail-Affäre der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton bringen nochmals Turbulenzen in den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Quelle: EPA
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Washington

Das Rennen um das Weiße Haus gleicht einer Achterbahnfahrt. Selbst Parteifreunden erscheint Hillary Clinton durch ihre jahrzehntelange politische Karriere als so angreifbar, dass ihre Kampagne trotz aller Umfrageerfolge von einer großen Unsicherheit überschattet ist. Zu Recht heißt es: Hillarys gefährlichster Gegner ist sie selbst.

Die Pessimisten unter den Demokraten sehen sich seit diesem Wochenende bestätigt: Dass die Bundespolizei FBI wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl bekannt gibt, erneut Ermittlungen in der E-Mail-Affäre aufzunehmen, wirbelt den Wahlkampf einmal mehr durcheinander.

Dieser Moment könnte in die Geschichte eingehen

Man mag die Veröffentlichung des FBI als ein übles Manöver bezeichnen, an dem vor allem republikaner-nahe Beamte beteiligt sind. Auch ist es noch ungeklärt, ob es sich überhaupt um relevante Vorwürfe handelt. Und doch könnte dieser Moment in die Geschichte eingehen – als der Tag, an dem sich die Entscheidung um das höchste amerikanische Staatsamt drehte.

Die Stichworte FBI und Ermittlungen reichen vielen Wählern aus, sich gegen die frühere Außenministerin zu entscheiden, zumal sie ohnehin im Ruf der Geheimniskrämerei steht.

Kurz vor der Wahl zählt der öffentliche Eindruck

Im Endspurt des Wahlkampfes kommt es Donald Trump zugute, dass bis zum 8. November keine Gewissheit zu erwarten ist, um was für einen Briefwechsel es sich gehandelt hat. Der Populist kündigt bereits an, in den kommenden Tagen in einer noch lauteren Tonlage von kriminellen Machenschaften in der Washingtoner Elite zu sprechen. Der schillernde Quereinsteiger weiß, dass auf den letzten Metern der öffentliche Eindruck weit mehr zählt als nüchterne Fakten.

Da ist es ein Trost, dass mittlerweile fast jeder fünfte Wahlberechtigte im Vorfeld seine Stimme abgegeben hat und die Zahl der unentschiedenen Wähler deutlich geschrumpft ist. Jetzt heißt es: Die Achterbahnfahrt ist in vollem Gange. Bitte festhalten.

Von Stefan Koch

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