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DGB fordert eine Milliarde Euro mehr für Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen

Fördern statt Sanktionieren DGB fordert eine Milliarde Euro mehr für Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen

Ältere Arbeitslose sollen stärker gefördert werden. Gegenüber jüngeren seien diese benachteiligt, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Der Deutsche Gewerkschaftsbund verlangt dafür 1 Milliarde Euro sowie einen sozialen Arbeitsmarkt für Menschen ohne Vermittlungschancen.

Ältere Arbeistlose müssen besser qualifiziert werden, fordert der DGB.

Quelle: dpa

Leipzig. Um die Job-Chancen für ältere Langzeitarbeitslose zu erhöhen, muss mehr in ihre Weiterbildung und Qualifizierung investiert werden. Während im Versicherungsbereich für Kurzzeitarbeitslose ausreichend Mittel der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorhanden seien, fehlen sie nach Meinung von DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach in der Grundsicherung für Hartz-IV-Empfänger. „Hier reichen die Mittel für Weiterbildung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen vorn und hinten nicht“, sagte die Gewerkschafterin im Interview mit der Leipziger Volkszeitung (Ausgabe Mittwoch). „Nach unserer Einschätzung sind rund eine Milliarde Euro mehr für die Eingliederung insgesamt und weitere 300 Millionen Euro für das Programm soziale Teilhabe notwendig.“

Für ältere Langzeitarbeitslose müsse möglich sein, was es schon jetzt für junge Arbeitslose bis 35 Jahre gibt: „Die BA hat mit ihrem Zukunftsstarter-Programm für 120 000 junge Geringqualifizierte Mittel bereit gestellt, damit sie ihren Abschluss nachholen können und in qualifizierte Beschäftigung kommen. Für ältere Beschäftigte muss es solche Qualifizierungsinitiativen ebenfalls geben“, sagte die Gewerkschafterin. Auch sie müssten einen zweite Chance erhalten. „Damit ist nicht die x-te Trainingsmaßnahme gemeint, sondern die Umschulung und Qualifizierung auf einen neuen Job.“

Buntenbach forderte zugleich einen Ausbau des sozialen Arbeitsmarktes, damit Langzeitarbeitslose ohne Chance auf einen regulären Job nicht dauerhaft ausgeschlossen bleiben. Laut einer Studie der Nürnberger Arbeitsmarktforscher des IAB hat etwa ein Drittel aller Hartz-IV-Empfänger schlechte Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt. „Der Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung ist ein Weg, den wir unterstützen. Allerdings muss sichergestellt sein, dass diese Arbeit auch tatsächlich zusätzlich ist, und dass sie vernünftig abgesichert und bezahlt wird.“

Das vollständige Interview mit Annelie Buntenbach finden Sie hier (Paid Content).

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