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17:18 03.01.2017
Nach dem Jahreswechsel wurde Kritik an die Kölner Polizei wegen der Verwendung des Begriffs „Nafri“ laut. Quelle: imago
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Köln

Nach Angaben von Polizeigewerkschaften handelt es sich bei dem umstrittenen Begriff „Nafri“ um eine von unzähligen Abkürzungen, die im Polizeijargon üblich sind.

„Die Polizei dürfte mit führend sein im Verkürzungswahn“, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, am Dienstag. Solche Abkürzungen würden verwendet, um Zeit zu sparen und seien nicht wertend gemeint. Sie sollten aber nur intern genutzt werden, „da sie missverstanden werden könnten“.

Unzählige „Arbeitsbegriffe“

Nach Worten des Vorsitzenden der Deutschen Bundespolizeigewerkschaft, Ernst Walter, handelt es sich dabei um Arbeitsbegriffe. „Es gibt Abkürzungen, die zum Beispiel im Funkverkehr genutzt werden.“ Walter zufolge nutzen Polizisten Hunderte solcher Abkürzungen, die sich teilweise regional unterscheiden. Eine Auswahl:

Nafri: Nordafrikanischer Intensivtäter

Limo: Linksmotivierter Straftäter

Remo: Rechtsmotivierter Straftäter

Ladi: Ladendieb

Rubu: Person aus Rumänien oder Bulgarien

Bap: Besonders auffällige Person

Hilope: Hilflose Person, Betrunkener

Exi: Exhibitionist

EVL: Schwarzfahrer (die Abkürzung steht für „Erschleichung von Leistungen“)

Hufü: Hundertschaftsführer

Adler machen: Person wird durchsucht, muss sich mit den Händen an die Wand stellen

Fackel anmachen: Blaulicht einschalten

Gefasa: Gefangenensammelstelle

Von RND/dpa

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