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16:38 10.11.2016
Zwei Männer, eine Meinung? Donald Trump und sein Vize Mike Pence feiern den Wahlsieg. Quelle: AFP
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Washington

Der Tag nach dem Trump-Beben. Die Welt dreht sich noch und der Blick geht nach vorne. Eine Frage, mit der sich der Wahlkampf kaum beschäftigte: Wer wird Mitglied in Trumps Team? Wer kümmert sich um das Außenministerium? Wer kontrolliert die Justiz? Nach und nach kommen neue Namen ins Spiel. Anfangs war das Bild geprägt von Männern in fortgeschrittenem Alter – Ur-Republikaner mit der Erfahrung von zahllosen politischen Schlachten. Doch es geht auch anders. Ein Überblick über die begehrtesten Posten und die Kandidaten:

AUSSENMINISTERIUM

Newt Gingrich, 73 aus Pennsylvania, war rechtskonservativer früherer Sprecher des Repräsentantenhauses und gilt als glühender Unterstützer Trumps. Wollte 2012 selbst einmal Präsident werden, gab aber das Duell gegen Mitt Romney auf. Quelle: dpa
Bob Corker (64) ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Senat. Wie Trump ist er politischer Seiteneinsteiger und dazu noch Immobilienunternehmer. Das passt. Im Wahlkampf beriet er den künftigen US-Präsidenten bereits in außenpolitischen Fragen. Quelle: dpa
John Bolton (67) war 2005 bis 2006 Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen. Auf internationalem Parkett kennt sich der Mann aus Maryland aus. Skurril: 2001 wollte Gingrich im Falle eines Wahlsieges seinen Freund Bolton zum Außenminister küren. Quelle: ANSA

VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM

General Michael T. Flynn, früherer Lieutenant General der US-Army, Ehrendoktor und höchstrangiger Kritiker des Anti-Terrorkampfes der USA, ist für seine harte Hand bekannt. Der 56-Jährige gilt als Anwärter auf den Posten des Verteidigungsministeriums. Quelle: EPA
Jeff Sessions (69) vertritt sein 20 Jahren den Bundesstaat Alabama im Senat. Er gilt als einer der konservativsten Senatoren überhaupt und passt damit perfekt in Trumps Team. Militärische Erfahrung sammelte er in den Siebzigerjahren als Captain der US-Army. Quelle: EPA

JUSTIZMINISTERIUM

Chris Christie (54) ist einer der jüngeren Vertreter der Republikaner, wollte erst selbst Kandidat für das Weiße Haus werden. Der Jurist mit britisch-italienischen Vorfahren war vor seiner Zeit als Gouverneur von New Jersey Bundesstaatsanwalt. Er gilt wegen eines Skandals in seinem Staat („Bridgegate“) aber als politisch schwer angeschlagen. Quelle: dpa
Rudy Giuliani (72) wirbelt schon über Jahre ganz vorne bei den Republikanern mit. Als Bürgermeister von New York wurde er durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center weltweit berühmt. Für seine erzkonservativen Ansichten und Politik der harten Hand der Mann aus Brooklyn ebenso gefürchtet. Quelle: dpa

STABSCHEF IM WEISSEN HAUS

Reince Priebus (44) galt lange so ganz und gar nicht als Freund von Donald Trump – mit der Zeit aber freundete sich der Parteivorsitzender der Republikaner mit dem umstrittenen Kandidaten an. Der Stratege wurde zu Trumps Wahlkampfmanager und feierte den 70-Jährigen, wo er nur konnte. Nun darf er wohl als künftiger Stabschef, quasi ähnlichen wie ein Minister des Kanzleramts, auftreten. Quelle: afp

PRESSECHEF

Hope Hicks (28) könnte das Küken in Trumps Team werden. Gerade einmal 28 Jahre jung und trotzdem hat die Frau aus Greenwich, Connecticut, die Medien im Griff. Hicks kam direkt von der Uni ins Wahlkampfteam und dürfte nun die jüngste Pressechefin aller Zeit werden. Das nennt sich mal Karriere. Quelle: afp

DER VIZEPRÄSIDENT

Mike Pence (57), Republikaner aus Überzeugung, kennt sich auf der politischen Bühne bestens aus und gilt, anders als Trump, als ruhig und besonnen. Im Grunde ist er das Gegenstück zum künftigen US-Präsidenten – und damit sicher auch Verbindungsglied zu den Gruppen, mit denen Trump fremdelt. Quelle: afp

Von RND/dpa/Carsten Bergmann

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