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Nachrichten Politik Das sagt Europa zu Präsident Trump
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13:54 09.11.2016
Ob er Amerika wirklich wieder groß macht? Europas Meinung zum neuen US-Präsident Trump ist gespalten. Quelle: EPA
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Hannover

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erwartet nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten schwierigere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz: „Freuen tut mich das nicht. Aber Trump ist der frei gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, der unseren Respekt verdient. Und ich hoffe, dass er auch uns respektieren wird.“ Quelle: DPA

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini betonte, die Beziehungen zu den USA seien tiefer als die Tagespolitik. „Wir werden weiter zusammenarbeiten, die Stärke Europas neu entdecken“, erklärte sie über Twitter. Angesichts von Trumps „diffusen und oberflächlichen“ Botschaften im Wahlkampf sei die künftige außenpolitische Ausrichtung der USA schwer abzuschätzen. Der rechtspopulistische Republikaner sei „eine Herausforderung für uns“, sagte der EU-Parlamentspräsident.

Russlands Präsident Wladimir Putin: „Ich hoffe, dass es uns gemeinsam gelingen wird, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen. Ein konstruktiver Dialog ist im Interesse beider Länder und der Weltgemeinschaft.“ Quelle: dpa

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, Chef der Partei für die Freiheit: „Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück.“

Die Wahl des amerikanischen Volkes sei zu respektieren, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Mittwoch Radio Vatikan. Man werde die Regierung von Trump ins Gebet einschließen, damit „Gott ihn erleuchte“ und ihn beim Dienst für das Volk aber auch für den Weltfrieden unterstütze. „Heute müssen alle zusammenarbeiten, um die Lage der Welt, die eine der Zerrissenheit und des tiefen Konflikts ist, zu überwinden.“ Quelle: dpa

Der französische Staatspräsident François Hollande hat ausgesprochen kritisch auf den Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen reagiert. „Diese amerikanische Wahl eröffnet eine Periode der Unsicherheit“, sagte der Sozialist am Mittwoch in Paris. Er werde die Gespräche mit der neuen US-Regierung vom 20. Januar kommenden Jahres an mit „Wachsamkeit und Offenheit“ aufnehmen, sagte Hollande, der sich vor der Wahlen für die demokratische Bewerberin Hillary Clinton ausgesprochen hatte. Die neue politische Lage erfordere eine starkes Frankreich und ein geeintes Europa, so der Staatschef.

Marine Le Pen, Chefin der französischen Font National: „Herzlichen Glückwunsch dem neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, und dem amerikanischen Volk, frei.“ Quelle: AFP

Louis Aliot, FN-Vize, erklärte, die US-Wähler hätten „einer arroganten Elite den Stinkefinger gezeigt“.

Frankreichs Außenminister Jean-Marc-Ayraul: „Es gibt mehr Unsicherheit. Was wird aus dem Pariser Klimaabkommen? Was wird aus der Atomvereinbarung mit dem Iran, die Donald Trump infrage stellen will? Das sind entscheidende Fragen, die wir bereits stellen. Denn was Trump bisher gesagt hat, löst einige Sorgen aus.“ Quelle: afp

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy: „Wir werden weiter arbeiten, um unsere Beziehungen zu den USA, einem unverzichtbaren Partner, zu stärken.“

Theresa May, britische Premierministerin: „Ich möchte Donald Trump nach diesem harten Wahlkampf zu seiner Wahl gratulieren. Großbritannien und die Vereinigten Staaten haben eine langjährige und besondere Beziehung basierend auf den Werten der Freiheit, Demokratie und des Unternehmergeistes. Wir sind und werden hinsichtlich des Handels, der Sicherheit und der Verteidigung starke und enge Partner bleiben. Quelle: DPA
Bundespräsident Joachim Gauck: „Ich gehe davon aus, dass Europa zur Bewahrung und zur Verteidigung seiner universellen Werte doch mehr Verantwortung übernehmen wird. Und deshalb sind die kommenden Jahre für uns eine Bewährungsprobe. Jetzt hat das amerikanische Volk gewählt. Wir respektieren den Willen des amerikanischen Volkes. Wir gratulieren dem neu gewählten Präsidenten.“ Quelle: dpa
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD): Wir müssen uns darauf einstellen, dass amerikanische Außenpolitik für uns in der nächsten Zeit weniger vorhersehbar sein wird. Trumps Aufgabe ist es nun, die tiefen Gräben, die in der amerikanischen Gesellschaft entstanden sind, zuzuschütten.“ Quelle: dpa
SPD-Chef Sigmar Gabriel: „Er ist Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen. Trump ist auch eine Warnung an uns. Der autoritären Internationalen geht es um ein echtes Rollback in die alten schlechten Zeiten, in denen Frauen an den Herd oder ins Bett gehörten, Schwule in den Knast und Gewerkschaften höchstens an den Katzentisch.“ Quelle: dpa

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) setzt nach dem Wahlsieg von Donald Trump auf eine weiterhin enge Partnerschaft mit den USA. „Wir müssen auch mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten möglichst gut zusammenarbeiten“, teilte Kauder mit. Eine enge transatlantische Partnerschaft sei für Deutschland und Europa weiter von zentraler Bedeutung. Zugleich warnte er, das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA dürfe nicht voreilig aufgegeben werden. Der US-Wahlkampf habe auf viele Menschen in der Bundesrepublik verstörend gewirkt, sagte Kauder und warnte: „In Deutschland sollten wir uns vor einer solchen Auseinandersetzung hüten.“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU): „Das war schon ein schwerer Schock, als ich gesehen habe, wohin die Entwicklung geht. Auch wenn dieser Wahlkampf getränkt war von Herabwürdigung, von Spaltung: Es ist eine demokratische, freie Wahl. Und wir müssen uns jetzt mit den Realitäten auseinandersetzen.“ Quelle: dpa

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erwartet große Zeichen der Unsicherheit für den Westen nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten. „God save America! Es kommen wilde Zeiten auf uns zu. Wir müssen kühlen Kopf bewahren“, twitterte Oppermann.

BDI-Präsident Ulrich Grillo: „Die Verunsicherung in der Wirtschaft ist riesengroß. Trump ist gut beraten, die US-Wirtschaft nicht von der Welt abzuschotten, sonst wird die Unklarheit über den künftigen Kurs zu erheblichen negativen Effekten für die Weltwirtschaft führen“. Quelle: dpa

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und den USA ändern sich nach Auffassung des italienischen Außenministers auch mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten nicht. „Italien wird mit dem freundschaftlichen Verhältnis und der Zusammenarbeit mit den USA fortfahren, dies ändert sich nicht. Wie sich unsere Abneigung gegenüber Protektionismus und Verschließung nicht ändert“, sagte Paolo Gentiloni am Mittwoch in der Radiosendung „Anch’io“ nach der Wahl von Trump zum US-Präsidenten. „Wir werden nicht die Fundamente unserer Außenpolitik verändern und mit den Vereinigten Staaten weiter zusammenarbeiten.“

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten erneut die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen gefordert. Die Türkei macht Gülen und seine Anhänger für den Putschversuch am 15. Juli verantwortlich. „Ich appelliere von hier aus offen an den neuen Präsidenten, den auf dem Boden der Vereinigten Staaten von Amerika lebenden Fethullah Gülen, umgehend an unser Land auszuliefern.“ Weiter wünscht er Trump für sein Amt „alles Gute“. Quelle: AFP

Von RND/dpa

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