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14:30 28.10.2018
Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier (CDU, r), überreicht dem Vorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im Dezember 2013 im Landtag in Wiesbaden eine schwarz-grüne Krawatte. Dass es 2018 zu einer Neuauflage des schwarz-grünen Bündnisses kommt, ist unwahrscheinlich. Quelle: dpa
Wiesbaden

4,38 Millionen Menschen sind an diesem Sonntag zur Wahl des 20. Hessischen Landtags aufgerufen. Doch wen können die Hessen am kommenden Sonntag überhaupt wählen?

Die 110 Abgeordneten des hessischen Landtags werden zur Hälfte über die Landeslisten der Parteien und zur Hälfte in den 55 Wahlkreisen gewählt. Eine Übersicht über die Spitzenkandidaten der sechs aussichtsreichsten Parteien haben wir im Folgenden zusammengestellt.

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Landtagswahl Hessen 2018: Die Spitzenkandidaten

CDU: Für die CDU tritt der amtierende Ministerpräsident Volker Bouffier (66) erneut als Spitzenkandidat an. Bei der letzten Landtagswahl 2013 erreichte der gebürtige Gießener und Vater von drei Kindern 46,9 Prozent der Stimmen in seinem Wahlkreis. Als Merkel-Unterstützer wird sein Abschneiden bei der Wahl 2018 mit besonders großer Spannung verfolgt. Vor „linken Experimenten” in Hessen warnten zuletzt beide, Bouffier und Merkel.

Lesen Sie das vollständige Porträt über Volker Bouffier hier.

SPD: Auch die SPD setzt auf ein bekanntes Gesicht. Thorsten Schäfer-Gümbel (49) tritt sogar bereits zum dritten Mal in Folge bei Landtagswahlen in Hessen als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten an. Das Vertrauen schenkte ihm die Hessen-SPD als sie ihn mit 95,8 Prozent zum abermaligen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Hessen wählte. Schäfer-Gümbel ist auch stellvertretender Vorsitzender der Bundes-SPD und wurde in Oberstdorf (Bayern) geboren. In Gießen aufgewachsen steht er im selben Wahlkreis wie Volker Bouffier von der CDU zur Wahl.

Bündnis 90/Die Grünen: Die Grünen schicken ein Spitzenduo ins Rennen um das Stadtschloss in Wiesbaden. Mit Tarek Al-Wazir (47) und Priska Hinz (59) bewerben sich der aktuelle hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister sowie die Ministerin für Umwelt und Landwirtschaft für eine weitere Legislaturperiode. Tarek Al-Wazir ist auch stellvertretender hessischer Ministerpräsident und laut Umfragen der beliebteste Politiker Hessens. Die gelernte Erzieherin Hinz war von 2005 bis 2014 Bundestagsabgeordnete der Grünen in Berlin.

AfD: Bei der AfD tritt mit Rainer Rahn (66) ein ehemaliger FDPler und langjähriger Kommunalpolitiker als Spitzenkandidat an. Der Mediziner ist momentan stellvertretender Vorsitzender der AfD in Hessen. Nach der Wahl und dem absehbaren Einzug der AfD in das hessische Landesparlament, könnte Rahn den Fraktionsvorsitz seiner Partei in Hessen übernehmen. Rainer Rahn ist verheiratet und hat keine Kinder.

FDP: Die hessische FDP führt René Rock (50) als Spitzenkandidat an. Rock stellt sich im Wahlkreis Offenbach Land III zur Wahl. Seit dem 9. Mai 2017 ist er Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag. Diese Stelle würde er auch nach der Wahl gerne weiter besetzen. Ein Ministeramt möchte der gebürtige Offenbacher nach eigener Aussage nicht zwangsläufig übernehmen.

Die Linke: Für die Linke treten Janine Wissler und Jan Schalauske (beide 37) bei der Landtagswahl in Hessen an. Für den studierten Politikwissenschaftler Schalauske ist es bereits die vierte Landtagswahl als Direktkandidat im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf II. Die gebürtige Langenerin Wissler ist Fraktionsvorsitzende der hessischen Linken und tritt im Wahlkreis Frankfurt am Main II an.

Mehr über Janine Wissler in unserem Porträt.

Volker Bouffier und Thorsten Schäfer-Gümbel konkurrieren um Direktmandat

Wie bereits erwähnt, treten zwei Spitzenkandidaten direkt gegeneinander an: Im Wahlkreis Gießen II wiederholt sich das direkte Duell zwischen Volker Bouffier (CDU) und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD). Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2013 setzte sich der Christdemokrat mit 32.574 Wahlkreisstimmen gegen den Sozialdemokraten durch, auf den 27.320 Stimmen entfielen. Über die Landesliste zog Schäfer-Gümbel aber trotzdem in den hessischen Landtag ein.

Wie denken die Direktkandidaten?

Wie stehen die Kandidierenden aus meinem Wahlkreis zum Thema Videoüberwachung? Auf abgeordnetenwatch.de können die Antwort auf diese Frage und andere Positionen mit den Standpunkten einzelner Politikerinnen und Politiker verglichen werden. Für den “Kandidaten-Check” zur Landtagswahl in Hessen wurden Politikerinnen und Politiker aller zur Wahl zugelassenen Parteien befragt.

Entscheidungshilfe dank Wahl-O-Mat

Eine Hilfe bei der Wahl bietet auch der Wahl-O-Mat, der in Hessen zum ersten Mal bei einer Landtagswahl zum Einsatz kommt.

Von RND/pf

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