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Politik De Maizière rudert zurück: "Offen, ob Hinweis auf Anschlaggefahr stimmte"
Nachrichten Politik De Maizière rudert zurück: "Offen, ob Hinweis auf Anschlaggefahr stimmte"
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20:09 18.11.2015
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) muss nach der Spielabsage vom Dienstag zurückrudern. Quelle: dpa
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Mainz

Nach der Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover ist unklar, ob der Hinweis auf einen drohenden Anschlag ein Fehlalarm war. „Wir wissen bis heute nicht, ob der Hinweis so zutraf“, sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in der Sendung „ZDF spezial“. Im Stadion sei kein Sprengstoff gefunden worden. Am Montagabend habe es einen „diffusen Hinweis“ gegeben, nach dem die Behörden das Spiel stattfinden lassen wollten. „Im Laufe des Tages haben sich die Hinweise aber verdichtet.“ Der Hinweis, der zur Absage geführt habe, sei von einem ausländischen Partner gekommen und habe sich auf eine bestimmte Anschlagart und -weise rund um das Spiel bezogen.

Der Minister hatte am Dienstag keine Details preisgeben wollen und gesagt: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“ Auf die Frage von ZDF-Chefredakteur Peter Frey, ob de Maizière damit selbst zur Verunsicherung beigetragen habe, sagte dieser: „Das mag sein, aber die Bevölkerung wusste, glaube ich und weiß, wenn wir ein solches Fußballspiel absagen nach langer Beratung, dass wir das nicht leichten Herzens tun.“ Der Mann, in dessen Auto in Bayern am 5. November ein Waffenarsenal gefunden wurde, war laut de Maizière ein Kurier mit Bezug zu Frankreich, aber möglicherweise nicht zur Terrorserie von Paris. „Es gab offenbar mehrere Fahrten.“

LVZ

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