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Politik Die Mehrheit der SPD-Mitglieder ist alt und männlich
Nachrichten Politik Die Mehrheit der SPD-Mitglieder ist alt und männlich
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12:25 22.02.2018
Können sie den Entscheid drehen? Mehr als 20 000 Menschen sind seit Jahresbeginn in die SPD eingetreten. Quelle: imago
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Berlin

Nun hängt alles an den SPD-Mitgliedern: Sie stimmen über den Koalitionsvertrag mit CDU und CSU ab – und damit auch über eine Fortsetzung der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU). Noch bis zum 2. März um 24 Uhr ist Zeit. Alle Briefe, die später im Postfach des Vorstands eingehen, werden nicht berücksichtigt.

Die Jusos haben dazu aufgerufen, gegen den Vertrag zu stimmen. Die jungen SPD-Mitglieder sind in der Partei allerdings deutlich in der Unterzahl. Nur 8 Prozent sind jünger als 30 Jahre.

  

Und auch wenn mit Andrea Nahles bald die erste Frau in der SPD-Geschichte die Führung der Partei übernehmen könnte, gibt es immer noch deutlich weniger Frauen in der SPD als Männer.

  

Insgesamt dürfen knapp eine halbe Million SPD-Mitglieder abstimmen. Zu Jahresbeginn sind viele in die Partei eingetreten, um über den Koalitionsvertrag mitentscheiden zu können. Alle, die bis zum 6. Februar Parteimitlied geworden sind, dürfen ihr Kreuz machen.

In den vergangenen Tagen haben die stimmberechtigten SPD-Mitglieder Post bekommen. Darin der Abstimmungsbogen mit der Frage: „Soll die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) den mit der Christlich-Demokratischen Union (CDU) und der Christlich-Sozialen Union (CSU) ausgehandelten Koalitionsvertrag vom Februar 2018 abschließen?“ Stimmberechtigte können Ja oder Nein ankreuzen.

Die GroKo-Details konnten die SPDler in der Parteizeitung „Vorwärts“ nachlesen, das Heft druckte eine Sonderausgabe mit dem 177-seitigen Koalitionsvertrag, die auch per Post verschickt wurde. Zudem kann der Vertrag online heruntergeladen werden.

Mitgliederentscheid soll 1,5 Millionen Euro kosten

Die SPD geht davon aus, dass der Mitgliederentscheid 1,5 Millionen Euro kosten wird. Die Auszählung findet in der SPD-Zentrale, dem Willy-Brandt-Haus in Berlin, statt. Die 120 Freiwilligen müssen ihre Handys abgeben. Zur Brieföffnung kommen „Hochleistungsschlitzmaschinen“ zum Einsatz – sie können pro Stunde rund 20.000 Briefe öffnen. Am Sonntag, den 4. März, wird das Ergebnis der Abstimmung vom Chef der Mandatsprüfungs- und Zählkommission, Schatzmeister Dietmar Nietan, verkündet.

Von Anne Grüneberg/RND/dpa

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