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Politik Die Türkei – ein Land im Visier der Attentäter
Nachrichten Politik Die Türkei – ein Land im Visier der Attentäter
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10:00 11.12.2016
Bei zwei Anschlägen am Sonnabend in Istanbul sind mindestens 29 Menschen getötet und weitere 166 verletzt worden. Quelle: EPA
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Istanbul

In den vergangenen zwei Jahren ist die Türkei immer wieder von schweren Anschlägen erschüttert worden. Verantwortlich für die Attentate zeichneten zumeist die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) oder ihre radikale Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK).

Doppelanschlag in Istanbul: Mehr zum Thema

Bei zwei Anschlägen in der türkischen Metropole Istanbul sind mindestens 29 Menschen getötet und weitere 166 verletzt worden. Mehr dazu finden Sie hier:

Die Türkei vermutet die PKK hinter Doppelanschlag

Viele Tote bei Doppelanschlag in Istanbul

Die Türkei, ein Land im Visier der Attentäter – eine Chronologie der vergangenen zwei Jahre:

20. Juli 2015

34 Menschen werden bei einem Anschlag auf junge kurdische Aktivisten in Suruç an der Grenze zu Syrien getötet. Die Regierung macht die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich.

10. Oktober 2015

Während einer prokurdischen Friedenskundgebung vor dem Hauptbahnhof in Ankara reißen zwei Selbstmordattentäter der IS-Miliz 103 Menschen in den Tod. Mehr als 500 Menschen werden verletzt.

12. Januar 2016

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Touristengruppe im touristischen Zentrum Istanbuls werden zwölf Deutsche getötet. Die Regierung gibt der IS-Miliz die Schuld für den Anschlag vor der Blauen Moschee. 

14. Januar 2016

Sechs Menschen werden getötet, als ein mit Sprengstoff präpariertes Auto vor dem Polizeikommissariat in Cina in die Luft fliegt. Die PKK übernimmt die Verantwortung.

17. Februar 2016

Bei einem Anschlag mit einer Autobombe auf einen Militärkonvoi in der Hauptstadt Ankara werden 28 Menschen getötet. Auch dazu bekennt sich die TAK.

13. März 2016

Mindestens 34 Menschen werden bei der Explosion einer Autobombe im Zentrum von Ankara getötet, dutzende verletzt. Die TAK bekennt sich zu dem Anschlag.

19. März 2016

Auf der beliebten Istiklal-Einkaufsstraße im Zentrum von Istanbul reißt ein Selbstmordattentäter vier ausländische Touristen – drei Israelis und einen Iraner – mit in den Tod. Die Behörden vermuten die IS-Miliz hinter der Tat.   

7. Juni 2016

Durch einen Bombenanschlag werden im historischen Zentrum Istanbul elf Menschen getötet, darunter sieben Polizisten. Zu dem Anschlag bekennt sich die TAK.

8. Juni 2016

Die Explosion einer Autobombe tötet sechs Menschen vor einem Polizeirevier in Midyat im Südosten der Türkei. Zu der Tat bekennt sich die PKK.

28. Juni 2016

Bei einem dreifachen Selbstmordattentat auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen werden 47 Menschen getötet und mehr als 200 Menschen verletzt. Die Regierung macht die IS-Miliz verantwortlich.

18. Juli 2016

Bei einer Anschlagserie der PKK-Guerilla auf Sicherheitskräfte im Südosten des Landes werden 14 Menschen getötet und 300 weitere verletzt.

20. Juli 2016

Bei einem Anschlag eines IS-Attentäters auf eine kurdische Hochzeitsgesellschaft in Gaziantep im Südosten der Türkei werden 57 Menschen getötet, darunter 34 Kinder.

26. August 2016

Ein PKK-Attentäter sprengt sich vor dem Polizeipräsidium in Cizre im kurdischen Südosten der Türkei in die Luft und reißt elf Polizisten in der Tod.

12. September 2016

Eine Autobombe explodiert vor der Zentrale der Regierungspartei AKP in Van. 48 Menschen werden verletzt. Die Regierung macht die PKK verantwortlich.

6. Oktober 2016

Bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache in der Nähe des Istanbuler Atatürk-Flughafens werden zehn Menschen verletzt. Zu dem Angriff bekennt sich die TAK.

4. November 2016

Kurz nach der Festnahme der Führung der prokurdischen Oppositionspartei HDP werden bei einem Anschlag auf das Polizeihauptquartier in Diyarbakir im Südosten des Landes neun Menschen getötet. Die Regierung macht die PKK verantwortlich, doch bekennt sich auch die IS-Miliz dazu.

10. Dezember 2016

Nach einem Fußballspiel im zentralen Istanbuler Stadtteil Besiktas wird eine Autobombe am Stadion gezündet, kurz darauf sprengt sich ein Selbstmordattentäter inmitten von Polizisten in die Luft. 27 Beamte und zwei Zivilisten werden getötet, 166 weitere Menschen verletzt.

Von afp/RND

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