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01:03 12.02.2017
Wahl des Bundespräsidenten: Unter den 1260 Wahlleuten in der Bundesversammlung sind viele Prominente aus Sport und Kultur. Quelle: Dpa
Berlin

Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt. Sie besteht aus den Abgeordneten des Bundestags und ebenso vielen Vertretern der Bundesländer – insgesamt sind es 1260 Frauen und Männer. Unter ihnen sind viele Prominente aus Sport und Kultur. Wer von den Parteien in die Bundesversammlung entsandt worden ist, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Die SPD schickt eine Schiedsrichterin, die CDU einen Komiker: Unter den 1260 Frauen und Männern in der Bundesversammlung sind viele Prominente aus Sport und Kultur. Wer den Bundespräsidenten wählt, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

In der Bundesversammlung ist jeder Vertreter nur seinem Gewissen verpflichtet. Deshalb müssen die Prominenten nicht so votieren, wie die Parteien dies wünschen. Das erlebte die CSU 2004. Bei der Wahl von Horst Köhler zum Bundespräsidenten stimmte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis für Köhlers Gegenkandidatin Gesine Schwan. Seither sendet die CSU keine prominenten Nicht-Politiker mehr in die Bundesversammlung.

Weltmeister und Fußball-Bundestrainer Joachim Löw wurde auf Vorschlag des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zum Wahlmann in der Bundesversammlung. Mit dem Grünen-Politiker pflege er eine lockere, sehr respektvolle Verbindung. „Als der Ministerpräsident mich dann Anfang des Jahres anrief und fragte, ob er mich als Wahlmann für die Bundesversammlung vorschlagen dürfe, habe ich keine Sekunde gezögert“, sagte Löw.

Parteipolitisch wollte sich der 57-Jährige nicht festlegen. „Wie gesagt, es ist Ausdruck meines Demokratieverständnisses und meiner Überzeugung, dass wir generell immer wählen gehen sollten, nicht aber hinsichtlich meiner politischen Ausrichtung“, sagte er. Die Wahl von Frank-Walter Steinmeiers Wahl gilt als sicher, da er der gemeinsame Kandidat von SPD und Union ist.

Komiker Hape Kerkeling wurde von der CDU in die Bundesversammlung entsandt. „Ich habe es als Bürgerpflicht verstanden und habe dementsprechend sofort zugesagt“, sagte der 52-Jährige – und kündigte an, seine Stimme Steinmeier zu geben. Schauspielerin Veronica Ferres verriet dagegen nicht, für wen sie in der geheimen Wahl stimmen wird. Sie sagte aber, dass Steinmeier alle Komponenten vereinige, die man als Bundespräsident haben müsse. Ferres wurde ebenfalls von der CDU benannt.

Von RND/HAZ/ewo