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Politik EDF verzögert angeblich Abschaltung von Fessenheim
Nachrichten Politik EDF verzögert angeblich Abschaltung von Fessenheim
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19:21 06.04.2017
Das Atomkraftwerk in Fessenheim in Frankreich. Quelle: dpa
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Paris

Der französische Stromkonzern EDF tritt bei der geplanten Schließung des Atomkraftwerks Fessenheim im Elsass laut einem Medienbericht auf die Bremse. Der nötige Antrag zur Aufhebung der Betriebserlaubnis solle erst später gestellt werden, entschied der Verwaltungsrat des Unternehmens am Donnerstag, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf informierte Kreise berichtete.

Damit könnte die Abschaltung nicht mehr vor Ende der Amtszeit von Präsident François Hollande im Mai geregelt werden. Eine offizielle Bestätigung von EDF stand zunächst aus. Die Schließung war ein Wahlversprechen Hollandes gewesen.

Deutschland hat Sicherheitsbedenken

Fessenheim ist das älteste noch laufende französische Atomkraftwerk. Deutschland fordert wegen Sicherheitsbedenken schon länger die Schließung. Der Staat und EDF hatten sich bereits grundsätzlich auf eine Entschädigung für die Schließung geeinigt – demnach soll Fessenheim vom Netz gehen, sobald ein neuer Reaktor in Flamanville am Ärmelkanal in Betrieb geht. Dieser soll Ende 2018 fertig sein.

Energieministerin Ségolène Royal hatte am Mittwoch noch gefordert, dass der französische Stromgigant EDF rasch über die Abschaltung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim an der Grenze zu Deutschland entscheidet. Der Verwaltungsrat des Konzerns solle grünes Licht geben für eine weitere Stufe auf dem Weg zur Schließung der Nuklearanlage, sagte Royal am späten Mittwochabend im französischen TV-Sender CNews.

Von dpa/RND

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