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„Sie setzen nun anderswo ihren vermeintlichen Auftrag fort“: EU-Sicherheitskommissar Julian King. Quelle: imago
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Berlin

EU-Sicherheitskommissar Julian King warnt davor, die von islamistischen Extremisten ausgehende Gefahr nach der Zurückdrängung des „Islamischen Staates“ aus Syrien und dem Irak zu unterschätzen. „Die Gefahr des im Namen des sogenannten ,Islamischen Staates‘ begangenen Terrors ist nach wie vor groß. Das hat leider auch das jüngste Attentat in Paris gezeigt“, sagte King dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die jüngsten Anschläge wurden meist von Männern begangen, die sich unter uns radikalisiert haben. Wir müssen mehr tun, um Radikalisierung zu verhindern“, forderte King.

Zugleich dürfe man aber auch jene Männer nicht aus dem Blick verlieren, die im Irak und in Syrien für den IS im Einsatz waren. „Die Zerschlagung der IS-Truppen im Irak und in Syrien ist ein Erfolg. Zugleich stellt sie für Europa und unsere Nachbarn in Nordafrika und dem Nahen Osten eine Herausforderung dar“, sagte King dem RND. Viele von ihnen hätten lediglich „ den Schauplatz gewechselt“, so King. So seien einstige IS-Kämpfer in Krisengebieten wie Afghanistan und im Jemen aktiv oder beförderten die Radikalisierung von Bevölkerungsgruppen in den bislang ruhigen Gebieten des Maghreb. „Sie setzen nun anderswo ihren vermeintlichen Auftrag fort“, sagte King. „Wir müssen wachsam sein und reaktionsbereit bleiben.“

Von Marina Kormbaki/RND

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