Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Einigungsdruck bei entscheidenden Gesprächen im Kita-Streit
Nachrichten Politik Einigungsdruck bei entscheidenden Gesprächen im Kita-Streit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:25 29.09.2015
Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di. In dem Konflikt geht es um 240 000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst. Quelle: Philipp von Ditfurth
Anzeige
Hannover

Im Kita-Tarifstreit hat sich trotz stundenlanger Verhandlungen kein Durchbruch abgezeichnet. Damit blieb zunächst unklar, ob sich die Eltern bundesweit auf neue Streiks der Kita-Erzieherinnen einstellen müssen.

Verdi-Chef Frank Bsirske sagte in einer Verhandlungspause in Hannover, die Gespräche gestalteten sich schwierig. Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, sprach von einer anspruchsvollen Aufgabe.

Hoffnung auf eine Einigung gebe es aber, sagte Böhle der Deutschen Presse-Agentur am Morgen. "Die Hoffnung ist realistisch." Auch Bsirske hatte zuvor seinen Einigungswillen betont.

Die Gewerkschaften und die VKA waren am Morgen erneut zusammengekommen, um eine Lösung für die Kita-Erzieherinnen und Sozialarbeiter zu finden. Die ursprünglich bis zum Abend geplanten Gespräche sollten sich bis spät in die Nacht hinziehen oder am Mittwoch fortgesetzt werden, hieß es in Verhandlungskreisen. Verhandelt wurde um den Lohn von 220 000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Zuvor war die Zahl von 240 000 Betroffenen genannt worden.

Ohne Ergebnis wollen die Gewerkschaften ab Mitte Oktober erneut republikweit Kitas bestreiken. Eine Vertagung der Verhandlungen galt als unwahrscheinlich.

Die Gewerkschaften hatten im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt gefordert. Ein Schlichtungskompromiss hatte 3,3 Prozent vorgesehen. Die Gewerkschaftsmitglieder hatten den Schlichterspruch im Sommer aber mehrheitlich abgelehnt. 

Bsirske hatte eine Eskalation der Streiks angedroht. Verdi will für diesen Fall Notdienstvereinbarungen an den Kitas aufkündigen, soweit dies möglich ist.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kein guter Tag für die Anwälte im NSU-Prozess: Zuerst wird bekannt, dass eine sensible Daten-CD auf einem Bürgersteig gefunden wurde. Und dann gerät ein Anwalt in Erklärungsnot, als der Richter ihn nach dem Verbleib seiner Mandantin fragt.

29.09.2015

Nur Sachleistungen, kein Geld im Voraus, längerer Aufenthalt in der Erstaufnahme, strengerer Umgang mit Balkan-Flüchtlingen: Die Regierung setzt in der Flüchtlingskrise viel auf neue Restriktionen. Fachleute halten das für grundfalsch.

29.09.2015

Knapp sechs Wochen nach dem Gewaltausbruch in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge im thüringischen Suhl hat die Polizei landesweit 15 Verdächtige festgenommen.

29.09.2015
Anzeige