Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Erdogan will Nazi-Vergleiche nicht stoppen
Nachrichten Politik Erdogan will Nazi-Vergleiche nicht stoppen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:04 23.03.2017
Der türkische President Recep Tayyip Erdogan. Quelle: Depo Photos/ZUMA
Anzeige
Istanbul

„Ihr sollt die Freiheit haben, Erdogan einen Diktator zu nennen, aber Erdogan soll nicht die Freiheit haben, Euch Faschist oder Nazi zu nennen“, sagte Erdogan am Donnerstagabend in einem Live-Interview der Sender CNN Türk und Kanal D in Ankara. „Solange sie Erdogan einen Diktator nennen, werde ich sie weiterhin mit genau mit diesen Begriffen anreden. So einfach ist das.“

Erdogan sagte mit Blick auf die Auftrittsverbote seiner Minister in den Niederlanden und das Vorgehen gegen türkische Demonstranten dort: „Und wenn wir dann sagen, dass das Faschismus und Nationalsozialismus ist, stört Ihr Euch daran. Das, was Ihr tut, entspricht aber dieser Definition.“

Erdogan hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür kritisiert, sich in dem Streit an die Seite der Niederlande gestellt zu haben, und ihr persönlich „Nazi-Methoden“ vorgeworfen. Merkel hatte sich Nazi-Vergleiche verbeten.

Erdogan: Plane keine Deutschland-Reise vor Referendum

Mit Blick auf den Streit um Wahlkampfauftritte in Deutschland sagte der Staatschef, er plane vor dem Referendum über ein Präsidialsystem in der Türkei keine Reise in die Bundesrepublik. „Im Moment steht das nicht auf meiner Tagesordnung“, antwortete er auf eine entsprechende Frage des Reporters. Das Referendum ist für den 16. April geplant. Türken in Deutschland können bereits von Montag an abstimmen.  

Erdogan sagte, er „bedauere“ die Kritik des neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier an seiner Person, die dieser geäußert habe, „obwohl wir gut befreundet sind“. Er fügte hinzu: „Hätte er eine solche Erklärung nur nicht abgegeben.“ Steinmeier hatte in seiner Antrittsrede am Mittwoch in Berlin Erdogans Nazi-Vergleiche zurückgewiesen und ihn aufgefordert: „Respektieren Sie den Rechtsstaat und die Freiheit von Medien und Journalisten.“

Von dpa/RND

Politik Anschlag in London - Der Terror wird zum Alltag

Wieder ein Attentat, wieder Tote – der Vorfall vom Mittwoch hinterlässt seine Spuren. Aber je häufiger der Terror auftritt, desto kleiner wird seine Wirkung auf das Alltagsleben, im Öffentlichen wie im Privaten. Eine Erfahrung, die auch Michaela Schrader, Augenzeugin des Londoner Anschlags, macht.

23.03.2017

Nach der Wahl könnte ein AfD-Politiker den neuen Bundestag eröffnen und die erste Rede halten – es sei denn, vorher werden die Regeln geändert. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat dafür einen Vorschlag gemacht. Die SPD unterstützt ihn.

23.03.2017

Nach dem Terrorakt in London hat die Polizei Angaben zum Attentäter veröffentlicht. Demnach handelt es sich um einen 52-jährigen vorbestraften Briten namens Khalid Masood. Er war der Polizei bekannt – als Gewalttäter.

23.03.2017
Anzeige