Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ermittlungen nach Pöbeleien gegen Gauck

Bundespräsident Ermittlungen nach Pöbeleien gegen Gauck

Sachsen gerät wegen seiner "Wutbürger" und rechtsextremer Vorfälle immer wieder in die Schlagzeilen. Am Sonntag hat der Bundespräsident wieder beschämende Szenen erlebt. Einer der Pöbler trug ein Messer - und ein Hakenkreuz-Tattoo.

Voriger Artikel
Anzeige aus Deutschland wegen Kriegsverbrechen gegen Erdogan
Nächster Artikel
Wagenknecht für Referenden über EU-Verträge in Deutschland

Bundespräsident Gauck besucht am Sonntag unter starkem Polizeieinsatz den Deutschen Wandertag auf dem Marktplatz in Sebnitz.

Quelle: Arno Burgi

Sebnitz. Nach den Pöbeleien gegen Bundespräsident Joachim Gauck am Sonntag im sächsischen Sebnitz sind gegen zwei Beteiligte Ermittlungen eingeleitet worden.

Wie die Polizeidirektion Dresden am Montag mitteilte, wird gegen einen 30-Jährigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Laut Polizei trug der Mann ein Messer bei sich und soll versucht haben, eine Art Broschüre in Richtung Gauck zu werfen. Der Mann machte aus seiner rechtsextremen Gesinnung kein Hehl - er hatte ein Hakenkreuz auf den Rücken tätowiert. Ein zweites Verfahren wegen Widerstandes richtet sich gegen eine weitere Person, von der die Polizei in Dresden aber zunächst noch keine Personalien hatte.

Gauck war am Sonntag als Gast des Deutschen Wandertages in Sebnitz verbal attackiert worden. Die Polizei bezifferte die Gruppe der Störer am Rathaus auf 50 und auf dem Marktplatz auf etwa 180 Personen. Sie hatten verschiedene Sprechchöre skandiert, darunter "Hau ab" und "Volksverräter". In diesem Fall ermittelt die Polizei noch wegen Beleidigung.

Die Polizei hatte nach eigenen Angaben eine Gasse für Gauck gebildet, der von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt und dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) begleitet wurde. Auf einem bei Youtube verbreiteten Video ist zu sehen, wie Polizisten den Mann aus der Menge zerren. Dabei setzten Beamte auch Pfefferspray ein. Ein unbeteiliger Passant geriet in den Sprühnebel. Der Geschädigte habe sich bisher noch nicht bei der Polizei gemeldet, hieß es.

Von neun Demonstranten wurden die Personalien festgestellt. Die Polizei sprach fünf Platzverweise aus. Bereits am Sonntagmorgen hatten Beamte an verschiedenen Eisenbahnbrücken Plakate festgestellt, die sich gegen Gauck richteten. Eine rechtliche Wertung stehe noch aus, hieß es.

Bereits im März war der Bundespräsident bei einem Besuch in Bautzen beschimpft und beleidigt worden. Damals hatte er mit Bürgern über die Flüchtlingskrise diskutiert.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Die XL - Leipzigs neue Straßenbahn
    Malaktion

    Die neue XL-Bahn der Leipziger Verkehrsbetriebe ist in Leipzig unterwegs. Im Special sehen Sie Fotos und erfahren alle Neuigkeiten, Termine und Eve... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr