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Erneut Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte

Flüchtlinge Erneut Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte

Die Serie fremdenfeindlicher Angriffe auf Asylbewerber reißt nicht ab. In Brandenburg/Havel entging eine Flüchtlingsfamilie nur knapp einem nächtlichen Brandanschlag auf ihre Wohnung.

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In einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) stehen Plätze für rund 280 Flüchtlinge bereit. In ganz Brandenburg werden etwa 14 000 Flüchtlinge erwartet.

Quelle: Patrick Pleul

Brandenburg/Dresden. In Dresden flogen am Sonntagabend aus einer Gruppe von 30 Menschen heraus Steine auf ein Asylbewerberheim. Bereits am Freitag wurden vier syrische Asylbewerber bei einem Angriff in der thüringischen Stadt Greiz verletzt.

In Brandenburg an der Havel zündeten Unbekannte in der Nacht zum Sonntag vor der Wohnungstür der Flüchtlingsfamilie eine mit Brandbeschleuniger getränkte Zeitung an, wie die Polizei mitteilte. Die 24-jährige Mutter von zwei Töchtern im Alter von zwei und fünf Jahren bemerkte den Brandgeruch und weckte ihren 27-Jährigen Mann, der das Feuer löschte. Nach ersten Ermittlungen gelangten die Täter durch den offenen Hauseingang ins Gebäude. Sie entkamen unerkannt. Bislang gibt es keine Hinweise auf die Täter und ihr Motiv. In dem Fall ermittelt der polizeiliche Staatsschutz, der für Straftaten mit einem mutmaßlich politischen Hintergrund zuständig ist.

Im Dresdener Stadtteil Stetzsch gingen in dem Flüchtlingsheim, einem umgebauten ehemaligen Hotel, nach Steinwürfen sechs Scheiben zu Bruch. Die Beamten trafen nach dem mutmaßlich fremdenfeindlich motivierten Vorfall an einer Tankstelle nahe dem Tatort auf 27 Personen und stellten deren Identität fest.

Am Freitagabend waren in Greitz in Thüringen vier syrische Asylbewerber bei einem Angriff verletzt worden. Die Flüchtlinge sprachen laut Polizei eine Gruppe junger Männer an, die daraufhin unerwartet auf die Syrer einschlugen und sie traten. Die Ermittler schließen ein ausländerfeindliches Motiv nicht aus. Die drei Täter im Alter von 18, 23 und 26 Jahren konnten festgenommen werden.

Ebenfalls am Freitag hatte es in Dresden gewalttätige Ausschreitungen bei einer NPD-Demonstration gegen Asylbewerber gegeben.

dpa

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