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Politik Ex-Präsidenten Bush kritisieren Trump
Nachrichten Politik Ex-Präsidenten Bush kritisieren Trump
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08:42 17.08.2017
Vater und Sohn: Die früheren US-Präsidenten George H.W. (re.) und George W. Bush (li.) hier in einem Foto aus dem Jahr 2002. Quelle: AP
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Kennebunkport

Nach Donald Trumps umstrittener Reaktion auf die Gewalt von Charlottesville haben die früheren US-Präsidenten George H.W. und George W. Bush eindringlich zu Widerstand gegen Hass und Fanatismus aufgerufen. „Amerika muss ethnische Eiferei, Antisemitismus und Hass immer und in jeder Form zurückweisen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Verweis auf Unabhängigkeitserklärung

Charlottesville erinnere an die in der Unabhängigkeitserklärung verankerten Werte, heißt es weiter: die Gleichheit aller Menschen und die Unveräußerlichkeit ihrer Rechte.

„Wir wissen, dass diese Wahrheiten ewig währen, weil wir den Anstand und die Größe unseres Landes kennengelernt haben.“ Vater und Sohn Bush waren die US-Präsidenten 41 und 43.

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In der US-Stadt Charlottesville marschiert die Alt-Right-Bewegung auf, ein Sammelbecken für Rassisten und Nationalsozialisten. Es kommt zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten.

Trump-Vorgänger Barack Obama hatte auf die Vorfälle in Charlottesville auf Twitter reagiert – und damit einen Rekord aufgestellt. Innerhalb kürzester Zeit wurde sein Eintrag zum meist gelikten Tweet überhaupt.

Obama schrieb am Samstag: „Niemand wird mit Hass auf eine andere Person wegen deren Hautfarbe oder Herkunft oder Religion geboren...“. Das Zitat stammt aus der Autobiografie von Nelson Mandela, „Der lange Weg zur Freiheit“. Obama postete den Tweet zusammen mit einem Foto, das ihn lächelnd mit einer Gruppe Kinder unterschiedlicher Hautfarbe zeigt.

In Charlottesville (Virginia) war am Samstag nach Zusammenstößen bei einer Rassistendemo eine Frau getötet worden. Präsident Trump steht wegen seiner Haltung zu den Auseinandersetzungen in der Kritik. Er hatte am Dienstag Rassisten und Neonazis auf eine Stufe mit Gegendemonstranten gestellt und gesagt, er wolle nicht moralisch urteilen.

Von dpa/RND/zys

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17.08.2017
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