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Politik FBI-Chef widersetzte sich der Justizministerin
Nachrichten Politik FBI-Chef widersetzte sich der Justizministerin
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22:24 29.10.2016
FBI-Direktor James Comey. Quelle: AFP
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Washington

FBI-Direktor James Comey hat neue Untersuchungen im Zusammenhang mit der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton publik gemacht, obwohl seine Chefin, Justizministerin Loretta Lynch, dagegen war. Das berichteten der „New Yorker“ und der Sender CNN am Samstag.

Demnach fand es Lnych nicht angebracht, weniger als zwei Wochen vor der Präsidentenwahl über Prozeduren mit möglichen Auswirkungen auf einen Kandidaten zu informieren, hieß es unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. Die Ministerin habe Comey ans Herz gelegt, der langjährigen Praxis zu folgen, Schritte zu vermeiden, die den Ausgang der Wahl beeinflussen könnten.

Justizministerium: Comey entschied eigenständig

Das Justizministerium teilte der „Washington Post“ mit, dass es keine laufenden Ermittlungen kommentiere. „Und dass wir nichts unternehmen, was die Wahl beeinflussen könnte.“ Diese Position habe das Ministerium auch FBI-Direktor Comey mitgeteilt. „Comey entschied eigenständig.“

Der Direktor der Bundespolizei, die dem Justizministerium unterstellt ist, habe gesagt, er fühle sich zur Veröffentlichung verpflichtet, berichteten der „New Yorker“ und CNN. Comey ist Republikaner, bisher wurde ihm aber stets Unabhängigkeit in seinem Amt bescheinigt.

Er hatte am Freitag in einem Brief an führende Kongressmitglieder mitgeteilt, dass das FBI auf neue E-Mails gestoßen sei, die aus der Zeit Clintons als Außenministerin stammten. Diese Mails würden nun geprüft. Clinton hatte damals einen privaten Server auch für dienstliche Korrespondenzen benutzt – das hat die Demokratin im Wahlkampf immer wieder eingeholt.

Von dpa/RND

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