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Fall Al-Bakr: Polizei durchsucht Wohnungen

Geld für mutmaßlichen IS-Terrorist Fall Al-Bakr: Polizei durchsucht Wohnungen

Nach einem Medienbericht hat die Polizei am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen die Wohnungen von vier mutmaßlichen Komplizen von Dschaber al-Bakr durchsucht. Die Männer sollen den Terrorverdächtigen mit Geld versorgt haben.

In einer Leipziger Wohnung wurde Dschaber al-Bakr festgenommen. Nun wurden Razzien bei mutmaßlichen Helfern in NRW durchgeführt.
 

Quelle: Hendrik Schmidt

Düsseldorf/Karlsruhe. Im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr hat die Polizei nach einem Medienbericht am Mittwoch Wohnungen von vier Syrern in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Sie sollen Al-Bakr als Geldboten mit etwas mehr als 2000 Euro versorgt haben, berichtete „Spiegel Online“. Allerdings sei unklar, ob sie von den Terrorplänen wussten. Die Männer würden deshalb formal als Zeugen und nicht als Beschuldigte geführt und seien auch nicht festgenommen worden.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigte auf Anfrage, dass es „Durchsuchungen bei nicht tatverdächtigen Personen“ gegeben habe, nannte aber keine Details. Die Ermittler erhofften sich davon weitere Erkenntnisse in dem Fall, sagte sie.

Razzien in Düsseldorf und Neuss

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums war die Polizei in Düsseldorf und im benachbarten Neuss im Einsatz. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, das Verfahren der Bundesanwaltschaft sei von der NRW-Polizei personell und logistisch unterstützt worden.

Al-Bakr hatte in seiner Wohnung in Chemnitz eineinhalb Kilogramm Sprengstoff, mit dem er laut Ermittlern im Auftrag der Terrormiliz IS einen Berliner Flughafen angreifen wollte. Kurz nach seiner Festnahme im Oktober erhängte sich Al-Bakr in Untersuchungshaft.

Der zunächst als Komplize verdächtigte Mieter der Wohnung ist inzwischen wieder frei. Laut „Spiegel“ führten seine Angaben in der Untersuchungshaft zu den Razzien in NRW. Er habe ausführlich zu möglichen finanziellen Unterstützern Al-Bakrs ausgesagt.

Von RND/dpa

Düsseldorf 51.227741 6.773456
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