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Nachrichten Politik Feuerserie schockt Israel
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13:14 25.11.2016
Feuerwehrleute bekämpfen die Glutnester – in den Großstädten ist es zu zahlreichen Feuern gekommen. Quelle: afp
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Tel Aviv

Eine Serie von riesigen Feuern wird zu einem Politikum zwischen Israelis und Palästinensern. Israelische Medien sprechen bereits von einer „Feuer-Intifada“ von Palästinensern. Deren Vertreter weisen solche Anschuldigungen zurück. Ein israelischer Oppositionspolitiker nannte sie „wilde Hetze“. Die Polizei hat zwölf Männer als Verdächtige festgenommen. Ihre Motive? Unklar.

Anders klang das noch bei Polizeichef Roni Alscheich am Donnerstag: „Es ist davon auszugehen, dass die Fälle von Brandstiftung nationalistisch motiviert waren.“

Zehntausende fliehen vor dem Flammeninferno

Seit mehreren Tagen wüten in Israel Brände, auch in der Nähe von Jerusalem. Zehntausende Israelis flohen allein in der Hafenstadt Haifa. Rund 75.000 Menschen waren in Haifa betroffen, gut ein Viertel der Bewohner der Küstenstadt. 60 Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte verletzt.

Eine Frau läuft an verbrannten Autos entlang – auch ihr Wagen ist den Flammen zum Opfer gefallen. Quelle: afp

Wasel Abu Jussef, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, bezeichnete die Anschuldigungen als grundlos und unzutreffend. „Israelische Offizielle versuchen damit, die israelische Öffentlichkeit gegen die Palästinenser aufzuhetzen und nicht mehr.“ Sie würden alles Schlechte den Palästinensern zuschreiben. „Das ist ein einfacher Weg, um jegliche persönliche Verantwortung für die Geschehnisse zu vermeiden.“

Der palästinensische Zivilschutz hat nach eigenen Angaben zur Unterstützung vier Feuerwehrwagen nach Jerusalem und Haifa geschickt. Zahlreiche Länder, darunter auch die USA, Frankreich und Russland, wollen Israel im Kampf gegen die Flammen unterstützen.

Sogar Löschflugzeuge werden im Kampf gegen die Großfeuer eingesetzt. Quelle: afp

Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, Brandstiftung sei Terror. „Jeder, der versucht, Teile des Staates Israel zu verbrennen, wird hart bestraft werden“, sagte er.

Opposition kritisiert israelische Hetzjagd

Der Oppositionspolitiker Jussef Dschabarin warnte dagegen: „Diese Anschuldigungen sind arrogant und unverantwortlich und stellen eine gefährliche und wilde Hetze gegen die arabische Bevölkerung dar.“ Es seien auch arabische Gebiete betroffen gewesen. „Und das Feuer in Haifa unterscheidet auch nicht zwischen Juden und Arabern.“

Auch im Westjordanland gibt es seit Mittwoch Brände, unter anderem in der Nähe von Ramallah. Dort gab es allerdings nach Behördenangaben zunächst keine Menschen mit Rauchvergiftungen und keine Beschädigungen von Häusern. In Israel und den Palästinensergebieten herrscht eine lange Trockenheit. Starke Winde fachen die Feuer weiter an.

Von RND/dpa

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