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Nachrichten Politik Frankreich räumt den „Dschungel von Calais“
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12:35 24.10.2016
Am Montagmorgen gegen 8 Uhr begann die Räumung des Lagers. Die Flüchtlinge wurden zunächst an zentralen Versammlungspunkten erfasst, ehe sie die Busse besteigen durften.  Quelle: AFP
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Calais

Die Räumung des als „Dschungel“ bekannten Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais hat begonnen: Um Punkt 8.00 Uhr öffneten am Montagmorgen die Tore eines nahe des Lagers eingerichteten Versammlungspunktes für die Flüchtlinge, wie eine AFP-Journalistin berichtete. Von dort aus sollen in den kommenden Tagen zwischen 6000 und 8000 Flüchtlinge mit Bussen in Aufnahmezentren im ganzen Land gebracht werden - der „Dschungel“ soll dann verschwinden.

Bereits am frühen Morgen versammelten sich zahlreiche Flüchtlinge vor den Toren des Transitzentrums, einer Art improvisiertem Busbahnhof. „Es ist besser, jetzt zwei Stunden zu warten als dann zwei Tage“, sagte ein sudanesischer Flüchtling. Ein anderer Flüchtling sagte, er sei schon um 4.00 Uhr morgens angekommen.

60 Busse bei der Räumung im Einsatz

Der erste Bus mit Flüchtlingen fuhr dann gegen 8.40 Uhr ab. Insgesamt 60 Busse sollen am Montag abfahren und zwischen 2000 und 2500 Flüchtlinge in Unterkünfte im ganzen Land bringen. In den kommenden Tagen werden dutzende weitere Busse starten. Schon am Dienstag wollen die Behörden damit beginnen, Zelte und Hütten abzureißen, in denen die Flüchtlinge bislang wohnten.

Mit Bussen werden die Flüchtlinge auf verschiedene Unterkünfte in Frankreich verteilt. Quelle: AFP

Die Räumung des Flüchtlingslagers wurde intensiv vorbereitet. Allerdings wollen viele Flüchtlinge den „Dschungel“ nicht verlassen: Sie hoffen, von Calais aus heimlich nach Großbritannien zu gelangen. „Sie müssen uns zwingen zu gehen“, sagte ein afghanischer Flüchtling am Sonntag. „Wir wollen nach Großbritannien.“

Die Regierung droht Flüchtlingen, die das Lager nicht verlassen, mit einer Festnahme. Es gibt auch Sorgen vor Ausschreitungen. In den vergangenen Nächten hatten sich immer wieder Flüchtlinge Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die Flüchtlinge warfen Steine auf die Beamten, diese setzten Tränengas ein. Rund 1250 Polizisten werden die Räumung des Lagers deswegen absichern.

Wiederholt hatten Flüchtlinge in der Nacht zu Montag Müllberge in Brand gesteckt. Quelle: AFP

Von RND/afp

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