Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Gabriel: Iran muss Existenzrecht Israels akzeptieren

Gabriel: Iran muss Existenzrecht Israels akzeptieren

Es gebe ein großes Interesse deutscher Unternehmen an der Wiederaufnahme intensiver Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran, so Minister Gabriel. Er reist Anfang kommender Woche in den Iran und wird an der ersten Sitzung der gemischten deutsch-iranischen Wirtschaftskommission seit 15 Jahren in Teheran teilnehmen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD)

Quelle: dpa

Berlin/Leipzig. Vor seiner zweitägigen Reise in den Iran fordert Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einen offenen Dialog mit dem Land. Deutschland und Europa hätten ein Interesse daran, dass der Iran in Zukunft auch zur Stabilität und Sicherheit im nahen und mittleren Osten beitrage, sagte der SPD-Chef den Zeitungen des RedaktionsNetzwerk Deutschlands. "Ein völlig normalisiertes Verhältnis zu Deutschland wird es erst geben, wenn auch der Iran das Existenzrecht Israels ebenso akzeptiert wie das Existenzrecht eines eigenen palästinensischen Staates."

Es gebe ein großes Interesse deutscher Unternehmen an der Wiederaufnahme intensiver Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran, sagte Gabriel. Der Iran mit gut 80 Millionen Menschen sei ein großer Markt. Die Iraner schätzten deutsche Produkte. Doch der Wirtschaftsminister mahnt zur Vorsicht. „Aber auch die deutschen Unternehmen sind verpflichtet, bei ihren Investitionen oder in ihren Niederlassungen auf die Einhaltung der Menschenrechte zu achten.“ So dürften keine Häftlinge bei Infrastrukturprojekten eingesetzt werden oder keine Zwangsumsiedlungen für Staudämme erfolgen. Für den Export von Überwachungstechnologie werde es weder eine Genehmigung noch eine Exportbeihilfe geben.

Die Menschenrechtslage im Iran ist aus Sicht des Wirtschaftsministers „sehr problematisch“, doch man dürfe dieses Bild nicht zementieren. „Wir müssen darauf setzen, dass die junge Bevölkerung ein unbefangenes und offenes Verhältnis zum Westen aufbaut. Wer eine berufliche Perspektive hat, der radikalisiert sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, weder religiös noch politisch“, sagte Gabriel .

Gabriel reist Anfang kommender Woche in den Iran und wird an der ersten Sitzung der gemischten deutsch-iranischen Wirtschaftskommission seit 15 Jahren in Teheran teilnehmen.

LVZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr