Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Gabriels Kohle-Abgabe droht zu scheitern

Koalition Gabriels Kohle-Abgabe droht zu scheitern

Trotz der Klima-Beschlüsse beim G7-Gipfel in Elmau steht die geplante Abgabe für alte Kohlekraftwerke in Deutschland vor dem Scheitern. "Kein Vorschlag ist vom Tisch", sagte zwar eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Voriger Artikel
Kabinett billigt Krankenhausreform: Mehr Qualität, weniger OPs
Nächster Artikel
Kohls Zustand unverändert: "Den Umständen entsprechend gut"

Schluss mit fossilen Energieträgern wie der Kohle: Die G7-Staaten wollen ein Signal gegen die Erderwärmung setzen.

Quelle: Roland Weihrauch/Archiv

Berlin. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird die Abgabe bei Ländern und Kanzleramt aber als politisch kaum durchsetzbar angesehen. Sie ist für über 20 Jahre alte Kraftwerke bei Überschreiten eines bestimmten Kohlendioxid-Limits gedacht.

Als Alternative wird erwogen, besonders klimaschädliche Kraftwerke in eine "Stand-By"-Reserve zu überführen - sie könnten bei Engpässen Strom liefern. Aber die Kosten für das Bereithalten der Kraftwerke würden die Strompreise belasten.

Im Dezember hatte das Bundeskabinett beschlossen, dass zusätzlich 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Kraftwerkspark eingespart werden sollen, um das in Gefahr geratene deutsche Klimaziel von 40 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 noch zu schaffen. So gibt es zwar mehr Solar- und Windstrom - aber durch das Aus für acht Atomkraftwerke liegt auch der Kohlestromanteil weiter bei über 40 Prozent.

Bei der Festlegung des Ziels blieb das Instrument zum Erreichen offen - schließlich schlug Gabriel die Abgabe vor. Die Energieunternehmen fürchten aber, dass die Abgabe schrittweise verschärft werden und so ein Kohleausstieg auf Raten erzwungen werden könnte. Neben der Union gibt es auch in mehreren SPD-regierten Ländern Widerstand.

Gabriel hatte wiederholt betont, der Vorschlag sei mit Merkel abgesprochen, diese hielt sich aber bedeckt. In Elmau hatte Merkel mit den anderen G7-Staats- und Regierungschefs verkündet, dass man schrittweise aus der Nutzung fossiler Energiequellen aussteigen wolle.

Um das 22-Millionen-Tonnen-Ziel zu schaffen, müssten als Alternative zu einer Abgabe theoretisch rund 5000 Megawatt an Kapazitäten bei Braunkohle-Kraftwerke vom Netz gehen, schätzen die Grünen. Die Grünen-Sprecherin im Bundestag für Klimapolitik, Annalena Baerbock, kritisierte: "Die Klimapolitik der Bundeskanzlerin hat eine Halbwertzeit von nicht mal 24 Stunden. In Elmau Klimaschutz fordern, in Berlin die Kohlekraft fördern."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr