Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 18 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Gauck attackiert Fremdenfeinde

Bundespräsident Gauck attackiert Fremdenfeinde

Bundespräsident Joachim Gauck hat angesichts neuer fremdenfeindlicher Übergriffe eindringlich für mehr Toleranz und Offenheit geworben. Alle seien aufgerufen, auf Argument und Dialog zu setzen und nicht auf Ausgrenzung und Gewalt, sagte Gauck bei einer Veranstaltung im Berlin.

Voriger Artikel
Neue "Lucke-Partei" immer wahrscheinlicher
Nächster Artikel
Hartz-IV-Bezieher büßen 182 Millionen wegen Sanktionen ein

Bundespräsident Gauck: «Wir erleben, dass sich fremdenfeindliche Haltungen festsetzen».

Quelle: Felix Kästle/Archiv

Berlin. n.

Gauck betonte nach Angaben des Präsidialamts: "Wir erleben, dass sich fremdenfeindliche Haltungen festsetzen, manche Menschen nicht einmal mehr vor Übergriffen zurückschrecken. Ich denke an diesem Punkt an das, was wir kürzlich wieder erlebt haben mit diesen widerwärtigen Angriffen auf Flüchtlingsheime."

Der Bundespräsident sagte: "Es ist ja unerträglich, dass in einer Gesellschaft gleichzeitig Menschen, Einrichtungen, Institutionen existieren, die weltweit als Vorbild gelten können. Und gleichzeitig in derselben Gesellschaft diese Teile einer Bevölkerung existieren, die all das, was uns bewegt, eben genau nicht wollen."

Oft herrsche Sprachlosigkeit, beklagte Gauck. "Wir reden einfach nicht genug miteinander." Das betreffe Einheimische und Zuwanderer, die Mehrheitsgesellschaft und die Minderheiten, aber auch Einwanderer untereinander. "Einige bleiben, je nach Herkunftsland, lieber unter sich." Eine neue Gemeinschaft könne aber nicht entstehen, "wenn wir schweigend nebeneinander her leben – sei es aus Absicht oder Unwissenheit, aus Ignoranz, Unsicherheit oder Überforderung".

Unter dem Titel "Wer ist wir? Identität - Zugehörigkeit - Zusammenhalt in Deutschland" hatte Gauck zu einem Symposium in seinem Amtssitz Schloss Bellevue eingeladen. Dort sagte er laut Redemanuskript: "Ich denke, wir stehen noch ziemlich am Anfang eines Prozesses, in dem aus alter Mehrheitsgesellschaft und Einwanderern ein verändertes Deutschland hervorgehen wird." Irgendwann werde es selbstverständlich sein, "dass der oder die Deutsche auch schwarz, muslimisch oder asiatisch sein kann".

Gauck sagte aber auch: "Wer erfolgreiche Integration

 

als möglichst weitgehende Anpassung versteht, die am besten noch

 

binnen einer Generation zu erfolgen hat, der kennt die menschliche

 

Seele nicht. Identitätsveränderung und Mentalitätswandel vollziehen

 

sich langsam, sie lassen sich nicht erzwingen."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Erdbeer-Karte

    Sommerzeit ist Erdbeerzeit. Wollen Sie die süßen Früchte selber pflücken oder lokal kaufen? Wir verraten Ihnen, wo Sie Erdbeeren bekommen. Außerdem... mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Die XL - Leipzigs neue Straßenbahn
    Malaktion

    Erfahren Sie im Special zur neuen XL-Bahn der Leipziger Verkehrsbetriebe alle interessanten Neuigkeiten - Termine, Events und Informationen zu den... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

25. April 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Welches Glück müssen wir jahrzehntelang gehabt haben, dass wir in Frieden und relativ sicher in Deutschland leben konnten – mit all den Türken, die das Land bevölkern.

mehr